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Zenimax MediaMicrosoft kauft US-Spieleentwickler für 7,5 Milliarden Dollar

Microsoft stärkt seine Gaming-Sparte um die Spielkonsole Xbox mit einem milliardenschweren Zukauf. Der US-Softwareriese übernimmt Zenimax Media.Christof Kerkmann 21.09.2020 - 17:59 Uhr Artikel anhören

Microsoft zahlt für die Übernahme von Zenimax Media 7,5 Milliarden US-Dollar (6,4 Milliarden Euro) in bar.

Foto: AFP

Düsseldorf. Mit einer großen Übernahme will Microsoft die Videospielsparte Xbox stärken: Der Softwarehersteller kündigte am Montag an, Zenimax Media für 7,5 Milliarden Dollar zu kaufen. Zu dem Konzern gehören Studios wie Bethesda Softworks, ID Software und Zenimax Online Studios, die für Titel wie „The Elder Scrolls“, die „Fallout“-Reihe, „Doom“ und „Skyrim“ bekannt sind. Mit rund 2300 Mitarbeitern handelt es sich um eine der größten Spielefirmen in Privatbesitz.

Bereits in den vergangenen Jahren hat Microsoft etliche Spieleentwickler gekauft, darunter 2014 den „Minecraft“-Hersteller Mojang für rund 2,5 Milliarden Dollar. Die Übernahme von Bethesda Softworks und den anderen Studios dürfte allerdings zu den teuersten Transaktionen in der Branche zählen. Der Konzern strebt einen Abschluss bis Mitte 2021 an. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus.

Kurz vor der Einführung der neuen Konsolengeneration im November stärkt Microsoft das Geschäft erheblich. Die Titel von Bethesda sollen künftig zudem über den Abodienst „Xbox Game Pass“ verfügbar sein, der auch auf PCs verfügbar ist. Derzeit hat das Angebot rund 15 Millionen Abonnenten, fünf Millionen mehr als noch im April – in der Strategie des Konzerns spielt er eine zentrale Rolle.

„Der Besitz von Inhalten ist der Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit im nächsten Zyklus der Spieleindustrie“, erklärte der Analyst Piers Harding-Rolls vom Marktforscher Ampere Analysis am Montag – gerade angesichts der Vielfalt neuer Plattformen für Spiele. Der Deal werde die Wettbewerbsdynamik zwischen Microsoft und Konkurrent Sony, die beide mit neuen Konsolen um die Spieler werben, substanziell verändern. Unter Spielern sind fehlende Exklusivtitel für die Xbox ein wichtiger Kritikpunkt.

Auf welchen Plattformen Bethesda Softworks die Inhalte künftig vermarkten wird, ist indes noch offen. Bislang bietet der Entwickler die Spiele auch auf der Playstation an, teils sogar exklusiv, also bevor sie auf anderen Konsolen verfügbar sind. Finanziell kann der Softwarehersteller den Deal leicht stemmen: Er erwartet nur einen „minimalen Einfluss“ auf das Betriebsergebnis in diesem und im nächsten Geschäftsjahr.

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