Künstliche Intelligenz: Diese Strategiefirma ersetzt ihre Berater durch KI-Agenten
Düsseldorf. Vor zwei Jahren hatte die Firma Strategy Frame noch 30 Beraterinnen und Berater. Heute sind es nur noch drei – und das, obwohl die Düsseldorfer Strategieberatung von Christian Underwood noch immer mehr als 100 mittelständische Kunden betreut.
Geschafft hat Underwood das mithilfe eines komplett automatisierten Strategieprozesses – und sogenannter KI-Agenten. Beides ermöglicht ihm, dieselbe Leistung mit nur einem Bruchteil der Belegschaft zu erbringen.
Underwood steht sinnbildlich für den derzeit größten Trend aus dem Silicon Valley: Dort entstehen immer mehr „Tiny Unternehmen“ oder Ein-Mann-Firmen, die mit kleinen Teams Millionen von Euro erwirtschaften – und später für Unsummen von amerikanischen Technologiefirmen aufgekauft werden.
Es ist der Wettlauf um die nächste Stufe der Produktivität. Ausgelöst haben ihn Tech-Eliten wie Sam Altman: Bereits im Februar 2024 sagte der CEO von OpenAI in einem Interview, dass es nicht mehr nur zehnköpfige Start-ups mit Milliardenbewertung geben werde. Vielmehr würden er und CEO-Kollegen in privaten Chats längst darauf wetten, wann die erste Ein-Personen-Company diesen Meilenstein erreicht.
Doch wie weit ist die nächste Entwicklung aus Kaliforniens Tech-Schmiede wirklich schon? Welche Auswirkungen hat der Trend auf den Arbeitsmarkt und die Unternehmenslandschaft? Erzählen lässt sich all das gut über Christian Underwood – der sein automatisiertes Geschäftsmodell exklusiv dem Handelsblatt erklärt hat.