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Neura RoboticsDeutsches Roboter-Start-up strebt Milliardenfinanzierung an

Das KI-Start-up aus Metzingen tritt im Wettbewerb um den humanoiden Roboter der Zukunft gegen finanzkräftige Konkurrenten an. Darum sucht Neura Robotics nun wohl weiteres Kapital. 20.06.2025 - 16:48 Uhr Artikel anhören
David Reger, Chef Neura Robotics: Mit einem humanoiden Roboter gegen Tesla und OpenAI. Foto: Bloomberg

Düsseldorf. Das deutsche Start-up Neura Robotics will bis zu eine Milliarde Euro an neuen Finanzmitteln einsammeln, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Das Unternehmen entwickelt  humanoide Roboter und will diese bald zur Marktreife führen.

Neura Robotics habe damit begonnen, potenzielle Investoren anzusprechen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Insider. Das Start-up konkurriert mit mehreren finanzstarken Firmen, die ebenfalls zweibeinige Roboter herstellen, die schwere Gegenstände heben und mithilfe künstlicher Intelligenz wiederkehrende Aufgaben erledigen können.

Zu diesen Konkurrenten gehören Tesla, das norwegische Start-up 1X Technologies, das von OpenAI unterstützt wird, sowie Figure AI, ein kalifornisches Unternehmen, das laut Bloomberg Anfang des Jahres Gespräche über eine Kapitalerhöhung mit einer Bewertung von 39,5 Milliarden Dollar geführt hat.

Auch chinesische Unternehmen wollen den Markt besetzen. Laut Branchenkennern gibt es dort 50 bis 60 Unternehmen, die humanoide Roboter entwickeln. Die Überlegungen bei Neura Robotics seien allerdings noch in einem frühen Stadium. Details der Kapitalbeschaffung oder der möglichen Bewertung stünden noch aus, heißt es aus dem Unternehmensumfeld. Eine Sprecherin von Neura Robotics lehnte eine Stellungnahme ab.

Im vergangenen Jahr hatte Neura Robotics ein Video seines humanoiden Roboters veröffentlicht. Darin leerte der zwei Meter große Roboter eine Waschmaschine und schenkte einen Cocktail ein.

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Kommende Woche will das Unternehmen seinen humanoiden Roboter zusammen mit neuen Softwareanwendungen auf einer Veranstaltung in München vorstellen. Derzeit vertreibt das Start-up unter anderem einen Transportroboter für Fabriken und eine Maschine mit Roboterarmen, die als Heimgerät vermarktet wird.

Neura-Chef David Reger sagte im Januar, dass sein Unternehmen Aufträge im Wert von fast einer Milliarde Dollar erhalten habe, darunter von den japanischen Unternehmen Kawasaki Heavy Industries und Omron. Im selben Monat gab das Unternehmen eine Finanzierungsrunde in Höhe von 120 Millionen Euro bekannt. Dabei war damals auch Lingotto Investment Management, der Investmentableger der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Auch der Volvo Cars Tech Fund und andere Investoren beteiligten sich an der Finanzierungsrunde.

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