Online-Marketing: KI verändert die Suche – Wie Unternehmen jetzt optimieren
Berlin, Düsseldorf. Viele Jahre lang konnte sich der Unternehmer Alexander Ingelheim auf Google verlassen. Gaben Nutzer der Suchmaschine Begriffe wie Compliance, Datenschutz oder Informationssicherheit ein, tauchte das von Ingelheim mitgegründete Start-up Proliance ganz oben auf – schließlich ist es eine Plattform für Compliance und Datenschutz.
Doch inzwischen werden von Google immer weniger Besucher auf die Proliance-Seite weitergeleitet. Der Google-Traffic sei im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent eingebrochen – trotz Website-Relaunch, sagt Ingelheim.
Dafür gibt es gleich mehrere Ursachen: die neue Google-KI-Suche, aber auch KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini und Perplexity, die nach anderen Kriterien das Netz nach Antworten durchsuchen.
Altbewährtes funktioniert auf einmal nicht mehr. Das Beratungsunternehmen McKinsey beschreibt den Wandel als „neue Eingangstür zum Internet“: Bereits heute hätten rund 50 Prozent der Google-Suchen eine KI-Zusammenfassung und dieser Anteil könne bis 2028 auf mehr als 75 Prozent steigen. Inzwischen ist eine ganze Branche rund um diese neuen Such-Anforderungen entstanden. Im Fachjargon heißt das Generative Engine Optimization (GEO), eine Weiterentwicklung der Suchmaschinenoptimierung (SEO).