Klimawandel verschärft Trockenheit: Forscher warnen: Bis zu 15-jährige Dürrephasen drohen in Europa
Der außergewöhnlich warme und trockene Sommer 2022 könnte auch einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden.
Foto: IMAGO/Panama PicturesBerlin. Das Jahr 2022 ist auf dem besten Weg, in Deutschland als eines der trockensten Jahre überhaupt in die Aufzeichnungen einzugehen. Nach einem niederschlagsarmen Frühjahr hatte es vor allem im Westen und Südwesten sowie in großen Teilen der Landesmitte in den vergangenen Wochen kaum geregnet.
In Berlin fehlte bereits im Juli eine Niederschlagsmenge im Boden, die sich in der Regel über ein ganzes Jahr verteilt. Die Gewitterregen, die für Ende August erwartet werden, dürften die Situation nicht sonderlich abmildern. Und ob die von einigen Wettermodellen für September prognostizierten Niederschläge eintreffen, bleibt abzuwarten. Um die Defizite aufzuholen, müsste es zudem wochenlang durchregnen.
Der außergewöhnlich warme und trockene Sommer 2022 könnte auch einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Das Jahr reiht sich in eine ganze Folge von trockenen Jahren seit 2018 ein, die nur vom Jahr 2021 mit relativ normalen Niederschlagsmengen unterbrochen wurde. Vor allem im Frühjahr und Sommer herrschte vielerorts Trockenheit. Deutschland hat bereits seit vier Jahren ein Bodenwasserdefizit.