Forschung: Aus Labor oder Natur? Ein Schlüsselfund könnte zum Ursprung des Coronavirus führen
Das Coronavirus trat zunächst in der Metropole Wuhan auf.
Foto: imago images/XinhuaBerlin. Die aktuelle Pandemie ist keine Naturkatastrophe. Sie ist nicht wie ein Erdbeben oder ein Asteroideneinschlag einfach über uns gekommen. Vielmehr wurde seit langem vor der wachsenden Gefahr eines Überspringens von tierischen Viren auf den Menschen, einer Zoonose, gewarnt.
Denn immer mehr Menschen kommen mit Tieren in Kontakt. In der Natur, in die immer mehr Zivilisationen vordringen, über die Nahrung, in der Nutztierhaltung, auf Tiermärkten. Doch die Gefahr wurde ignoriert. Sars-Cov-2 sprang über.
Wie das allerdings passierte, ob es direkt von Fledermäusen oder über einen Zwischenwirt in menschliche Lungen gelangte, ob sich zuerst ein Händler auf dem Tiermarkt in Wuhan infizierte oder ein Mitarbeiter des Virologielabors der chinesischen Stadt, all das ist im Detail noch immer rätselhaft.
Auf die Frage, ob Sars-Cov-2 aus der Natur oder aus dem Labor in die Welt kam, antwortete der Virologe Jesse Bloom vom Fred Hutchinson Krebsforschungszentrum in Seattle bis vor kurzem noch, dass die richtige Antwort nur darin bestehen könne zu sagen, dass wir die richtige Antwort nicht kennen; und sie vielleicht auch niemals erfahren werden.