App auf Rezept: Wie oft werden DiGA verschrieben?
Die DiGA stehen in der Kritik, zu teuer zu sein. Auch weil sie, obwohl verschrieben, von vielen Patienten nicht genutzt werden.
Foto: IMAGO/MASKOTKöln. Kennen Sie DiGA? Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland sind diese vier Buchstaben kein Begriff, zeigt eine für Handelsblatt Inside erstellt Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Mehr als 62 Prozent der repräsentativ ausgewählten Umfrageteilnehmer geben an, von DiGA – den digitalen Gesundheitsanwendungen – noch nie gehört zu haben. Die Programme für Smartphones, Tablets und Co. helfen beispielsweise dabei, mit depressiven Stimmungen umzugehen, geben Tipps bei Schmerzen und ermuntern zu einer gesunden Lebensführung.
Seit Herbst 2020 können die sogenannten Apps auf Rezept von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Dafür müssen sie erfolgreich ein Prüfverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) absolvieren. 47 solcher erstattungsfähigen DiGA sind aktuell im Verzeichnis der Behörde aufgeführt.
Laut YouGov-Umfrage kennen immerhin rund 37 Prozent der insgesamt 607 Befragten die DiGA, rund zehn Prozent haben auch schon eine von ihrem Arzt verordnet bekommen. Genutzt werden die digitalen Medizinprodukte dann aber nur von etwas mehr als der Hälfte dieser Patienten: 5,4 Prozent geben laut YouGov-Umfrage an, die ihnen verschriebene DiGA zu nutzen, rund 4,5 Prozent tun das nicht.