Asklepios-Kliniken: Einsatz von autonomen Laborrobotern ausgebaut
Während der Einsatz von Robotern in vielen Industrieunternehmen in Deutschland schon längst Realität ist, ist das für die Kliniklabore noch neu.
Foto: DPAKöln. Seit eineinhalb Jahren sind Robbi und Tobbi im Labor der Asklepios-Klinik Bad Oldesloe als autonome Roboter im Einsatz. Sie befüllen Laborsysteme mit Blutproben von Patienten und lassen Analysen durchführen. Die bisherige Bilanz ist so positiv, dass der private Krankenhauskonzern Asklepios inzwischen ein vergleichbares System in seiner Nordseeklinik auf Sylt installiert hat und weitere in Hamburg und Süddeutschland ans Laufen bringen will.
Die Laborroboter wurden von Siemens Healthineers und der United Robotics Group entwickelt. Der Einsatz in der Asklepios-Klinik in Bad Oldesloe ist das Pilotprojekt der Unternehmen. Mehrere Monate wurden die Maschinen programmiert, um die Arbeitsschritte, die sonst Medizintechnische Laborangestellte durchführen, zu übernehmen. Im Dezember 2021 wurde das Projekt offiziell vorgestellt. Bei dem autonom arbeitenden System bedienen Roboterarme, die auf einem Gestell in der Mitte zwischen verschiedenen Laboranalysegeräten stehen, ein komplettes Basislabor.
Ohne Personal können so Leber-, Herz- und Nierenwerte, kleines und großes Blutbild und der Gerinnungsfaktor des Blutes bestimmt werden. „Das ist insbesondere nachts und an den Wochenenden für die Versorgung von Notfällen relevant, wenn das Labor nicht besetzt ist“, sagt Dorothea Angerhaus von der zu Asklepios gehörenden Laborgesellschaft Medilys. Sie war die leitende Medizintechnische Laborangestellte in Bad Oldesloe, als das System installiert wurde. Inzwischen leitet Angerhaus bei Asklepios den Bereich Laborautomation.