CMR Surgical: Britisches Robotik-Start-up eröffnet Europazentrale in Hamburg
Mit dem Versius-System haben Ärzte im Klinikum Chemnitz knapp 300 Operationen durchgeführt.
Foto: HandelsblattKöln/ Frankfurt. Zur Eröffnung der Europazentrale des britischen Robotik-Start-ups CMR Surgical kam immerhin Hamburgs Zweite Bürgermeisterin. „Ich freue mich, dass ein britisches Unternehmen hier ist“, sagte Katharina Fegebank (Grüne) gestern in den Räumen, die das Start-up im Hamburger Szeneviertel Ottensen bezogen hat. Die Standortwahl von CMR sei ein „klares Statement“ vor dem Hintergrund des schmerzhaften Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Von Hamburg aus will das Start-up die Expansion des eigenen OP-Roboters Versius in Europa vorantreiben. Hauptsitz des Unternehmens ist Cambridge/Großbritannien.
Das mit knapp einer Milliarde US-Dollar finanzierte Robotik-Start-up hat bereits Büros in Paris und Rom eröffnet, weitere in Madrid und im polnischen Lublin sollen folgen. „Wir haben einen großen ungedeckten Bedarf in der roboterassistierten Chirurgie“, sagt CMR-Europachef Olivier Wolber dem Handelsblatt. „Wir erwarten, dass die Durchdringungsrate in den kommenden Jahren von derzeit nur einem Prozent rasch steigen wird.“
Neben CMR Surgical haben auch andere Unternehmen Roboter für die Weichteilchirurgie entwickelt, wie Avateramedical aus Jena, Kawasaki aus Japan oder Medtronic aus den USA/Irland. Die Herausforderung: Der Platzhirsch Intuitive Surgical wächst schneller als alle Konkurrenten zusammen.