DiGA: Wollen Patienten lieber Gesundheits-Apps statt Medikamente?
Wollen Patienten lieber Gesundheits-Apps oder Medikamente?
Foto: dpaDüsseldorf. Mit einem E-Health-Gesetz hat der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 2019 hierzulande die Möglichkeit geschaffen, dass Ärzte Apps verordnen können. Voraussetzung ist, dass die App zuvor vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vorläufig oder endgültig zugelassen wurde und die Anwendung medizinisch sinnvoll ist. Doch wie aufgeschlossen sind Patienten tatsächlich gegenüber Gesundheits-Apps? Wollen sie, dass der Arzt statt eines Medikaments erst einmal eine App verschreibt?
Hier gehen die Meinungen auseinander, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag von Handelsblatt Inside zeigt. Knapp 42 Prozent würden die App einem Medikament vorziehen, eine etwas größere Gruppe von 46 Prozent lehnt die digitale Alternative jedoch ab. Zwölf Prozent wissen es nicht oder machen keine Angabe.
Einige Branchenkenner weisen immer wieder darauf hin, dass eine Gesundheits-App vielleicht nicht für jeden etwas ist. Dies deckt sich zumindest mit einem Bericht des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen aus dem vergangenen Jahr. Demnach nutzen mehr Frauen als Männer digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA). 70 Prozent der Codes, die für die Nutzung einer DiGA in die App eingegeben werden müssen, wurden an Frauen vergeben.