Digitale Identitäten: IBM wählt keine Blockchain
Gesetzlichen Krankenkassen sollen digitale Identitäten ab dem 1. Januar 2024 einführen, private Krankenkassen planen bis Mitte 2023 damit.
Foto: dpaDüsseldorf. In Estland bekommen die Menschen nach ihrer Geburt automatisch eine digitale Identität, mit der sie praktisch alle Behördengänge online erledigen können. Hierzulande werden in Ämtern noch Marken gezogen oder beim Arzt die Gesundheitskarte vorgelegt. Doch der digitale Pass kommt, das hat die Europäische Union beschlossen.
Im Gesundheitswesen plant man bereits mit dem Ausweis per Smartphone: Die gesetzlichen Krankenkassen müssen digitale Identitäten ab dem 1. Januar 2024 einführen, so sieht es das Krankenhauspflegeentlastungsgesetz vor. Die privaten Krankenkassen planen freiwillig bis Mitte 2023 damit. Für die Umsetzung beauftragte der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) die Softwareunternehmen IBM und RISE. Die Barmer kooperiert mit T-Systems und Verimi. Die Unternehmen müssen nun Infrastrukturen entwickeln und die digitalen Identitäten später verwalten.
Die Voraussetzung ist, dass Anbieter als Identitäts-Provider-Dienst von der Gematik spezifiziert werden. Auf die entsprechende Spezifikation warten die Krankenkassen aber noch. Die Technik im Hintergrund wird vom jeweiligen Provider – also dem Unternehmen – vorgegeben.