Lösung: Krankenkasse fordert nutzerfreundliche digitale Identität
Die BARMER Ersatzkasse will die Rahmenvorgaben der virtuellen Ausweise nutzerfreundlich festlegen.
Foto: dpaBerlin. Die Krankenkassen bereiten sich auf die digitalen Identitäten vor. Die BARMER vergab den Auftrag, diese Identitäten bereitzustellen und zu verwalten, bereits im Frühjahr an T-Systems und Verimi. Weitere Krankenkassen schreiben den Auftrag zurzeit aus. Die digitalen Identitäten im Gesundheitswesen sollen langfristig die Versichertenkarten ersetzen.
Marek Rydzewski verantwortet als Chief Digital Officer die digitale Strategie bei der BARMER. Er betonte gegenüber Handelsblatt Inside, dass es bei den digitalen Identitäten auf die Nutzerfreundlichkeit ankommen wird: „Für die gesellschaftliche Akzeptanz ist eine Lösung wichtig, die am Ende den üblichen Sicherheitsanforderungen entspricht, ohne dass das Nutzererlebnis zu sehr leidet.“
Bei einer digitalen Identität handelt es sich um eine Art digitalen Ausweis. Mit ihr können sich Versicherte im Internet als sie selbst ausweisen, um sich künftig beispielsweise in der elektronischen Patientenakte anzumelden.
Rydzewski kündigte an, die digitalen Identitäten für Versicherte der BARMER bis Mitte 2023 auf den Markt bringen zu wollen. Die Voraussetzung hierfür sei aber die Spezifikation – die technischen Rahmenvorgaben – der Gesellschaft Gematik, auf die die Kasse gerade warte.