Eterno Health: Start-up will Coworking-Space für Ärzte anbieten
Die beiden Gründer Frederic Haitz (l.) und Maximilian Waldmann.
Foto: Unternehmen24-Stunden-Schichten, Operationen im Akkord und wenig Freiheiten: Schon länger hadert Robert Hauser mit seinem Job als Klinikarzt – doch eine eigene Praxis schien unerreichbar. „Die vielen damit verbundenen administrativen Tätigkeiten haben mich lange abgeschreckt“, sagt der Orthopäde, der seinen echten Namen nicht veröffentlicht wissen will. Denn sein Arbeitgeber weiß noch nichts von dem Vorhaben des 37-Jährigen, dem Krankenhausalltag den Rücken zu kehren.
Gelingen soll das mit Hilfe eines Start-ups, das auf dem Weg in die Selbständigkeit Abkürzungen verspricht: Eterno Health will Ärzten alles abnehmen, was mit der medizinischen Tätigkeit nichts zu tun hat – von der Einrichtung der Behandlungszimmer über den Empfang der Patienten bis hin zur Abrechnung mit den Kassen. Man baue eine Art „Wework für Mediziner“, sagt Eterno-Gründer Maximilian Waldmann: Wie ein Coworking-Space stellt das Unternehmen Räume und Infrastruktur.
Das formal im März 2021 gegründete Start-up selbst hat gerade erst seine Webseite aktiviert, aber große Pläne: Noch in diesem Jahr sollen in fünf Städten „Eterno Hubs“ entstehen, in denen jeweils bis zu 20 Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen arbeiten. Ein Standort in der Hamburger Innenstadt soll Anfang September starten – Hauser wird zu den ersten Mietern zählen. Die Entwürfe sehen auf rund 2000 Quadratmetern auch einen Yoga- und Fitness-Raum vor. Anstelle eines Wartezimmers haben die Planer ein Café eingezeichnet. „Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der man sich nicht schon beim Reinkommen krank fühlt“, sagt Waldmann.