Umfrage: Wie digital sind Deutschlands Kliniken? Ergebnisse einer flächendeckenden Befragung liegen nun vor
In vielen Kliniken werden Daten kaum weiterverarbeitet.
Foto: ImagoDüsseldorf. Eine große Befragung unter 1616 der rund 1900 deutschen Krankenhäuser liefert nun erstmals bundesweite Daten zu ihrer Digitalisierung. Die Befragung ist Teil des KHZG und wurde von einem Konsortium namens Digital Radar durchgeführt. Alle Kliniken, die Gelder beantragt haben, mussten an der Befragung teilnehmen.
Die Ergebnisse sind ernüchternd. Die Krankenhäuser beantworteten Fragen zu rund 230 verschiedenen Kriterien und konnten insgesamt 100 Punkte erreichen. Dies gelang aber keinem teilnehmenden Krankenhaus.
Ein Klinikum erzielte mit 64 Punkten den besten Wert, drei Krankenhäuser erhielten nur 2 von 100 Punkten. Die Daten liegen anonymisiert vor, das Bundesgesundheitsministerium hat als Auftraggeber Einsicht.
Am besten schneiden Krankenhäuser beim Themenkomplex „Strukturen und Systeme“ ab. Hier mussten Klinikangestellte Fragen zu ihrem Krankenhausinformationssystem (KIS) und ihren Softwareanwendungen beantworten.
Am schlechtesten wurden die Bereiche Informationsaustausch (zum Beispiel zwischen Ärzten im Krankenhaus), Telehealth (zum Beispiel telemedizinische Beratung) und Patientenpartizipation (digitale Einbindung von Patienten) bewertet. In allen drei Bereichen geht es um den Datenaustausch, die sogenannte Interoperabilität.