Firemetrics: Die IT-Systeme miteinander kommunizieren lassen
Berlin. „Viele Krankenhäuser funktionieren nicht gut“, urteilt Felix Nensa, Radiologe mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz in der Medizin, „so manövrieren sie sich ins Abseits.“ Die Zahlen stützen seine These: Laut dem Deutschen Krankenhaus-Institut bewerten 61 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser ihre wirtschaftliche Situation als schlecht oder sehr schlecht. Zwölf Prozent gehen sogar davon aus, dass sie Standorte schließen müssen.
Nensa sagt, er glaube nicht, dass dort die Ärztinnen und Ärzte schlechte Medizin ablieferten. Vielmehr seien diese Häuser gewachsen, ohne das Zusammenspiel alter und neuer Abteilungen aufeinander abzustimmen. „So sind riesige Ineffizienzen aufgebaut worden“, sagt der Radiologe, „und die gilt es nun zu beseitigen.“ Seiner Meinung nach müssen diese Häuser konsequent auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) setzen.
Interoperabilität ist der Schlüssel
Um diesen Prozess zu unterstützen, hat er vor drei Jahren Firemetrics gegründet. Die Software des Unternehmens soll Krankenhäusern helfen, ihre organisatorischen Abläufe zu verbessern.
Nensa hat die Software am Institut für KI in der Medizin am Universitätsklinikum Essen (UKE) entwickelt. Das UKE gilt als Vorreiter des digitalisierten und vernetzten „Smart Hospitals“, Nensa als dessen Architekt.