Gastbeitrag: Robotergestützte Chirurgie: Ein Markt mit Potenzial, der in den Kinderschuhen steckt
Der „Robotic Surgery“-Markt ist eine schnell wachsende Milliarden-Dollar-Branche, dessen Beliebtheit nicht unbegründet ist. Es wird geschätzt, dass der weltweite Markt für Medizinrobotik im Jahr 2020 etwa 5,9 Milliarden US-Dollar beträgt und jährlich über 16 Prozent wächst. Die Übernahme von Auris Medical durch Johnson & Johnson für 3,4 Milliarden US-Dollar war eine der größten Transaktionen des Jahres 2019.
Die unangefochten größte Erfolgsgeschichte schrieb das amerikanische Unternehmen Intuitive Surgical, das 1995 gegründet wurde. Nach fünf Jahren schaffte es das Unternehmen, bei seinem Börsengang 46 Millionen US-Dollar einzusammeln. Heute wird es mit 70 Milliarden US-Dollar bewertet, die Aktie ist seither um 9.800 Prozent gestiegen.
Viele Versprechungen – welche können gehalten werden?
Beim Einsatz robotergestützter Chirurgie (kurz: RC) ist häufig die Patienten-Erwartung, dass Robotik-Plattformen eine größere Präzision bieten und Chirurgen in die Lage versetzen müssten, millimetergenau Anpassungen vorzunehmen, die wiederum zu besseren Ergebnissen, schnellerer Genesung und geringeren Komplikationsraten führen. Ebenso wird erwartet, dass Roboterchirurgie eine höhere Patientenfrequenz ermöglicht, da Operationen mit höherer Geschwindigkeit durchgeführt werden und die kombinierten Faktoren von reduzierter Operationszeit und Patientenfrequenz zu einer allgemeinen Kostenreduktion führt.