Interoperabilitätsplattformen: Vernetzt und strukturiert – so klappt der Datenaustausch
Berlin. Ärzte und Pflegekräfte verbringen im Durchschnitt drei Stunden täglich mit Dokumentationsaufgaben. Das zeigt eine Erhebung der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Künstliche Intelligenz (KI) könnte diesen Aufwand enorm reduzieren – zum Beispiel durch automatisierte Spracherkennung, intelligente Textvorschläge oder die automatische Codierung von Diagnosen.
Bislang sind erst wenige derartige KI-Anwendungen im Einsatz. Im Sommer gab das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bekannt, nun mithilfe eines KI-Sprachmodells automatisiert Arztbriefe zu erstellen. Und das Universitätsklinikum Essen nutzt das KI-Tool Wispermed, das gesprochene in geschriebene Sprache umwandelt.
Ende des Jahres kommt eine weitere KI-Lösung auf den deutschen Markt, die das medizinische Personal bei der Dokumentation unterstützen soll: der Healthshare-Co-Pilot des amerikanischen Softwareunternehmens Intersystems.
Dokumentationsassistenz per Klick
„Der Co-Pilot ist zum einen eine Navigationshilfe durch die digitale Patientenakte“, erläutert Alex MacLeod, die bei Intersystems die Entwicklung und Implementierung innovativer Lösungen im Gesundheitssektor verantwortet. Ärztin oder Arzt können dem Tool zum Beispiel Fragen zur Vorgeschichte oder zur Medikation ihrer Patientinnen stellen oder auch dazu, ob ein bestimmtes Krankheitsrisiko vorliegt. Beim Antworten verweise der Co-Pilot jeweils auf die Quelle der Information.