Krebsforschung: Deutschland ist europäische Spitze bei neuen Krebs-Patenten
Düsseldorf. Krebs ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen in Deutschland. Jährlich erkranken laut Robert Koch Institut (RKI) etwa 500.000 Menschen hierzulande neu an der Krankheit, die weltweit eine der häufigsten Todesursachen ist. Fortschritte in der Medizin und innovative Technologien erhöhen jedoch die Überlebenschancen. Eine neue Erhebung des Europäischen Patentamts (EPA) beleuchtet nun die Rolle Deutschlands als Innovationsstandort für krebsbezogene Start-ups und zeigt zugleich, wo Nachholbedarf besteht.
Mit fast 5400 internationalen Patentfamilien (IPFs) im Bereich Onkologie zwischen 2010 und 2021 liegt Deutschland europaweit an der Spitze. Das Land belegt zudem bei der Zahl der auf Krebsforschung spezialisierten Start-ups mit 208 den dritten Platz in Europa. Vorne liegen Großbritannien mit 290 und Frankreich mit 246 Unternehmen.
Die auf Krebsforschung spezialisierten Unternehmen gehören zum sogenannten Deep-Tech-Sektor. Deep Tech beschreibt Innovationen, die auf wissenschaftlichen und technologischen Durchbrüchen basieren. Diese Entwicklungen entstehen oft aus langfristigen Forschungsprojekten und verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit wirtschaftlicher Umsetzung. Gerade in der Onkologie eröffnen diese Technologien neue Möglichkeiten für Diagnose und Behandlung.