Künstliche Intelligenz: Vom Experiment zum Standard: So verändert KI das Pharmamarketing
Berlin. Künstliche Intelligenz ist längst Teil der Gesundheitsindustrie. Laut der sechsten Studie „Future of Healthcare“ von Roland Berger setzen 68 Prozent der Pharmaunternehmen weltweit KI in Forschung und Entwicklung ein. Im Marketing dagegen? Gerade einmal 23 Prozent.
„KI ist im Pharmamarketing noch kein Standard, sondern eher ein Experimentierfeld“, sagt Kim Sina Lander, E-Commerce- und Business-Development-Chefin bei Smile AI, einem Technologie- und Beratungsunternehmen, das auf KI-gestützte Pharmakommunikation spezialisiert ist.
Dabei kann KI beim Umgang mit Sprache besonders gut unterstützen. KI-Modelle können Inhalte passgenau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zuschneiden und sie sogar komplett erstellen – in wenigen Sekunden. Viele Unternehmen entwickeln Lander zufolge deshalb eigene Lösungen, die den gesamten kreativen Prozess abdecken: von der Kampagnenidee über Social-Media-Posts bis zur automatisierten Bildgenerierung.
Halluzinationen von KI sind Herausforderung
Allerdings ist bekannt, dass KI auch Fakten erfindet, das sind sogenannte Halluzinationen. „Man darf sich nicht blind auf KI-generierte Inhalte verlassen, sondern sollte immer alles prüfen“, warnt Lander. Hinzu kommen strenge Regeln: Das Heilmittelwerbegesetz verbietet zum Teil Wirkversprechen – eine heikle Hürde für Texte über Gesundheitsprodukte.