McKinsey-Analyse: Krankenkassen könnten mit KI künftigen Personalbedarf um die Hälfte senken
Berlin. Der künftige Personalbedarf der gesetzlichen Krankenkassen ließe sich bis auf die Hälfte senken, wenn KI-Agenten flächendeckend eingesetzt würden. So jedenfalls lautet das Fazit einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung McKinsey, die dem Handelsblatt vorliegt.
„Es geht dabei nicht darum, das bestehende Personal zu reduzieren“, betont Matthias Redlich, Partner bei McKinsey und einer der Autoren. Vielmehr könnten KI- und Automatisierungstechnologien den absehbaren Personalrückgang durch Renteneintritte und fehlenden Nachwuchs abfedern – und gleichzeitig die Arbeitslast deutlich senken.
„Dass mithilfe der Digitalisierung Effizienzreserven gehoben werden können, ist kein Geheimnis und bei Weitem nicht nur ein Thema bei den Krankenkassen“, sagt David Matusiewicz, Gesundheitsökonom an der FOM-Hochschule. Krankenkassen seien wie „Durchlauferhitzer“: „Sie bekommen Geld und verteilen es nach strikten Vorgaben“, erklärt er. „Algorithmen könnten dabei eine große Hilfe sein.“
Bereits im Juni hatte die Wirtschaftsprüfgesellschaft Deloitte vorgerechnet, dass durch konsequente Digitalisierung, automatisierte Prüfprozesse und den Einsatz Künstlicher Intelligenz bis zu 13 Milliarden Euro eingespart werden könnten.