Medizin: Immer mehr Roboter im OP-Saal im Einsatz
Berlin. Der Einsatz robotischer Assistenzsysteme in der Chirurgie ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen: von 997 Fällen im Jahr 2006 auf 81.620 Operationen im vergangenen Jahr. Das geht aus einem Fortschrittsbericht hervor, den der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in dieser Woche vorgelegt hat.
Robotische Assistenzsysteme sind keine „Roboter“ im alltagssprachlichen Sinne. Sie führen also nicht eigenständig Operationen aus, sondern assistieren dabei.
Anders als menschliche Hände können sie nicht ermüden. Sie zittern auch nicht und können in Bereiche vordringen, die ein Chirurg ohne sie nie erreichen würde. Dabei sind sie auch noch extrem präzise.
Der wohl bekannteste OP-Roboter ist der Da Vinci. Er wird in zahlreichen chirurgischen Bereichen eingesetzt, unter anderem in der Urologie, Gynäkologie und der Herzchirurgie.
Um die Anzahl der roboterassistierten Eingriffe zu ermitteln, hat der BVMed die Abrechnungsdaten der Krankenhäuser ausgewertet. Dort können die Krankenhäuser einen bestimmten sogenannten OPS-Code eintragen, wenn ein Roboter im OP dabei war.
OPS steht für „Operationen- und Prozedurenschlüssel“, damit werden stationäre Leistungen für die Abrechnung verschlüsselt. Der OPS-Code 5-987 steht für die „Anwendung eines OP-Roboters“.