Sanity Group: Berliner Start-up entwickelt Cannabis-Inhalator mit App
Die Gründer des Start-ups Sanity Group sehen großes Potenzial für medizinisches Cannabis.
Foto: Sanity Group/ Norman PosseltNach einem stressigen Arbeitstag nimmt Finn Hänsel einen tiefen Zug Cannabidiol (CBD). „Das ist zum Ritual geworden“, sagt er. Der 39-Jährige benutzt zum Inhalieren einen firmeneigenen Inhalations-Stick.
Zusammen mit Fabian Friedel, der fünf Jahre jünger ist, hat er im Jahr 2018 das Cannabis-Start-up Sanity Group gegründet. Sie vertreiben Massageöl, Badekugeln, Cremes mit CBD-Zusatz oder eben Inhalations-Sticks.
Gestartet ist die Firma als Händler für medizinisches Cannabis. Hänsel sieht nach wie vor das größere Potenzial für medizinisches Cannabis in Therapien, nicht in Lifestyle-Produkten.
An Geld fehlt es den beiden Gründern nicht. Erst Mitte Juni haben sie eine Finanzierungsrunde von mehr als 36 Millionen Euro bekannt gegeben. Addiert man das eingeworbene Geld aus vorherigen Finanzierungsrunden hinzu, verfügt die Sanity Group über 60 Millionen Euro Risikokapital. Der Schweizer Wagniskapitalgeber Redalpine hat die Kapitalrunde angeführt.
Eine solch hohes Investment für ein Hanf-Start-up ist ungewöhnlich. Cannabis hat noch immer ein schlechtes Image. Viele Menschen denken an ein illegales Rauschmittel, wenn sie Cannabis in der Packungsbeilage lesen.