Aktiia: Sensorband überwacht Blutdruck
Der Blutdruck wird zweimal die Stunde gemessen und in Werte übersetzt.
Foto: UnternehmenDüsseldorf. Bluthochdruck tut nicht weh, ist aber eine stetige Bedrohung. Auf Dauer können dadurch verschiedene Organe beschädigt werden, was lebensbedrohliche Folgen haben kann. Erkannt wird Bluthochdruck aber nur durch die regelmäßige Messung der Blutdruckwerte. Liegt eine Krankheit vor, müssen die Werte permanent gemessen werden. Doch wie oft ist das sinnvoll?
Das US-amerikanische Unternehmen Aktiia hat darauf eine Antwort: So oft wie möglich. Die tägliche Messung mit der herkömmlichen Manschette, die um den Arm gelegt und aufgepumpt wird, sei aber zu unpraktisch. Deswegen hat Aktiia ein Armband entwickelt, das den Blutdruck über integrierte Sensoren misst. In der vergangenen Woche ist das Unternehmen am deutschen Markt gestartet.
Die Sensoren in dem Band, das einer Uhr gleicht, messen den Blutdruck zweimal in der Stunde. Mit grünem Licht leuchtet ein ebenfalls am Band befestigtes Lämpchen auf die Hautoberfläche, um festzustellen, wie die Arterie darunter pulsiert.
Büros in Serbien, der Schweiz und den USA
Dieser Prozess ähnelt der Technologie, die in einem optischen Herzfrequenzmesser zu finden ist. Anstatt die Pulsschläge zu zählen, wird ihre Form untersucht, um daraus Informationen über den Blutdruck abzuleiten. Ein Algorithmus speichert die Werte in einer App. Ärzte können die Auswertungen später exportieren, um Krankheitsverläufe zu beobachten.