Start-up Daphos: Wenn die KI den Dienstplan schreibt
Berlin. Einen Dienstplan für das Pflegepersonal im Krankenhaus zu schreiben, ist zeitaufwendig: Die Stationsleitung muss Schichten einteilen, bei Krankheit oder Abwesenheit von Mitarbeitenden Ersatz finden, gesetzliche Vorgaben etwa zur Arbeitszeit einhalten – und möglichst individuelle Wünsche berücksichtigen.
Für jede Pflegekraft muss für jeden Tag ein Kreuzchen in der Dienstplanungs-Software gesetzt werden. Das dauere – abhängig von der Erfahrung der Stationsleitung und dem Umfang des Dienstplans – zwei Stunden bis zu einem halben Tag, erzählt Arne Evers, Pflegedirektor am St. Josefs-Hospital Wiesbaden.
Hier setzt Daphos an. Das Start-up aus Österreich will mit einer KI-gestützten Plattform die operative und strategische Steuerung im Gesundheits- und Sozialwesen erleichtern. Gerade hat das Health-Tech-Unternehmen in einer Seed-Finanzierungsrunde fünf Millionen Euro eingesammelt.
So können digitale Lösungen entlasten
Zu den Investoren zählen Venture Stars, YZR, D11Z, Push Ventures sowie der OÖ HightechFonds. Mit dem frischen Kapital will Daphos seine Technologie weiterentwickeln und in den deutschen und Schweizer Markt expandieren.
Bereits heute ist die Plattform bei mehreren großen Trägern im Einsatz. Dazu gehören die Oberösterreichische Gesundheitsholding, die Kabeg in Kärnten, der Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen und die Vamed Rehakliniken.