Start-up Remi Health: Tripper-Test für zu Hause
Die Gründer von Remi Health: (v.l.) Marcus Thuma, Anthony Bielenstein und Marvin Abert.
Foto: HandelsblattMünchen. Manche Menschen urinieren lieber in den eigenen vier Wänden in einen Becher anstatt in den engen Toilettenräumen einer Arztpraxis. Das glauben zumindest einige Start-ups, die Selbsttests für zu Hause anbieten. Remi Health ist eines dieser Start-ups. Das junge Unternehmen setzt auf einen Bereich, den es in der deutschen Gesellschaft für schambehaftet hält: Selbsttests für sexuell übertragbare Infektionen (STI).
Zwei der drei Gründer, Anthony Bielenstein und Marvin Abert, hätten selbst schlechte Erfahrungen beim Arztbesuch gemacht, als sie sich auf Geschlechtskrankheiten testen lassen wollten, erzählen sie. Sie seien unzufrieden mit der Aufklärung bei ihrem Hausarzt gewesen. Außerdem fanden sie, dass sie zu lange auf ihre Testergebnisse warten mussten.
Nach Gesprächen mit Bekannten, die von Schwierigkeiten berichteten, überhaupt einen Termin in einer Arztpraxis zu bekommen, sei die Gründungsidee für Remi Health entstanden. Gemeinsam mit dem Rheumatologen und Internisten Marcus Thuma gründeten Bielenstein und Abert im Sommer 2021 Remi Health.
Start-up Remi Health: PCR-Tests für zu Hause
Die Idee: Man testet sich zu Hause auf sexuell übertragbare Krankheiten, schickt die Blut- und Urinprobe in ein Labor und erhält die Ergebnisse der PCR-Tests oder Antikörpertests digital. „Es sind persönliche Gründe, weshalb jemand ungern zum Arzt geht, um sich auf STI testen zu lassen. Zum Beispiel, wenn man kein deutsch spricht, oder wenn man sich einfach schämt“, sagt Mitgründer Anthony Bielenstein. Remi Health will diese Hürden abbauen.