Telematikinfrastuktur: Anbieter wollen TI-Gateways bis Sommer auf den Markt bringen
Ob Praxen, Kliniken und Co. vom TI-Gateway genauso begeistert wie Naujokat sein werden und ihren Konnektor bei der nächsten Gelegenheit auf den Sperrmüll stellen, bleibt abzuwarten.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Die Telematikinfrastruktur (TI) funktioniert wie ein spezielles Internet für das Gesundheitswesen– allerdings längst nicht so gut. Das Datennetz wurde schon 2005 entwickelt und basiert somit noch auf alten Ideen. Arztpraxen, Kliniken und Apotheken müssen einiges an Hardware kaufen, um ihre Einrichtungen an die TI anschließen zu können.
Doch nun bahnt sich eine Veränderung an: Die TI soll moderner werden. Die Gematik will die Anbindung über Software ermöglichen, was Fachkräften den Kauf von Hardware ersparen könnte. In der Regel entwickelt die Gematik keine eigenen Produkte für die TI, prüft Lösungen aber und lässt sie zu. Firmen wie Rise, Ehealth Experts und Compugroup Medical arbeiten bereits an der Entwicklung des „TI-Gateways“, das zwischen April und Juli auf den Markt kommen soll.
Um Dienste der TI zu nutzen, brauchen Ärzte und Co. aktuell einen Konnektor, der sie wie ein Router mit dem Datennetz verbindet. Nur mit einem Heilberufsausweis, einem Kartenlesegerät und einem Konnektor können sie medizinische Informationen einsehen.