ZI-Umfrage: Unzufriedene Ärzte zum Wechsel bereit
Die Mehrheit der Befragten ist mit ihrem System zufrieden.
Foto: imago images/PanthermediaDüsseldorf. Eine Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) zeigt, dass Praxissoftware weiterhin Probleme bereitet. Zwar ist die Mehrheit der Befragten zufrieden, doch fast die Hälfte ist unzufrieden und berichtet von regelmäßigen Störungen im Praxisalltag. Eine besondere Herausforderung: Über 100 verschiedene Praxisverwaltungssysteme (PVS) sind auf dem Markt, die alle unterschiedlich gut funktionieren.
Funktionierende Systeme sind für Arztpraxen nötig, denn über ihre Software greifen sie auf Patientendaten zu, tauschen sich mit anderen medizinischen Einrichtungen aus und rechnen mit den Krankenkassen ab. Die Mehrheit der Befragten, die ihr System gewechselt haben, ist laut ZI-Umfrage danach zufriedener.
Das ZI wertete 10.245 Datensätze aus einer Befragung aus, die zwischen dem 1. März und dem 14. April online stattfand. Von den Teilnehmern waren 64 Prozent niedergelassene Ärztinnen, 22 Prozent Psychotherapeutinnen, vier Prozent angestellte Ärztinnen und neun Prozent Arzthelferinnen und Praxispersonal.
Das ZI geht von 130 verschiedenen PVS aus, darunter auch einige kleinere Anbieter und Auslaufmodelle mit weniger als 100 Installationen. Grundlage ist eine Umfrage, die Ende letzten Jahres durchgeführt wurde. Danach entfallen 40 Prozent der Softwareinstallationen auf zwei große Systemhäuser. Die größte Gruppe unter den Teilnehmern waren niedergelassene Ärzte.