Autobranche: Neue 7er-Reihe: BMW attackiert die S-Klasse von Mercedes-Benz
Der Autobauer will von der Modellreihe künftig mehr als 80.000 Einheiten pro Jahr verkaufen.
Foto: BMWMünchen. Die Türen öffnen automatisch, die Rückbank verwandelt sich auf Knopfdruck in ein Kino, und der Computer übernimmt bei Bedarf das Steuer: Mit der neuen 7er-Reihe will BMW seine Kritiker verstummen lassen. Der Autobauer steht unter Druck. Investoren wie Union Investment und Deka werfen den Münchenern mangelnde Innovationskraft und Profitabilität vor.
Mit der siebten Generation des Siebeners hofft BMW auf üppigere Deckungsbeiträge. In keine andere Baureihe packen die Bayern mehr Innovationen; mit keiner anderen verdienen sie seit Jahren so viel Geld. Allein: Das Spitzensegment dominiert bisher Mercedes-Benz mit S-Klasse und dem elektrischen EQS. Hier lassen sich anders als mit Kompaktwagen Renditen von mehr als 20 Prozent erzielen.
Um die Schwaben vom Thron zu stoßen, will BMW nun laut Vertriebsvorstand Pieter Nota ein „wahres Meisterwerk“ mit vier unterschiedlichen Antrieben konzipiert haben. Erstmals ist mit dem i7 auch eine reine Stromvariante dabei. Kämpferisch erklärt Nota: „Ich würde sogar behaupten, dass der 7er zurzeit die einzige Luxuslimousine ist, die vollelektrisch ist.“ Für ihn ist der EQS offenbar nicht luxuriös genug.