Beratung : Boston Consulting spürt Krise wie McKinsey – möchte profitieren
Düsseldorf. Die weltweiten Krisen dämpfen auch das Geschäft der Strategieberater. Die Boston Consulting Group (BCG) steigerte ihren Umsatz 2023 eigenen Angaben zufolge nur noch um fünf Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar. Für die weltweite Nummer zwei der Strategieberatungen ist das ein vergleichsweise moderates Ergebnis – ausgehend von einem Plus von elf Prozent im Vorjahr und einem Plus von 25 Prozent im Rekordjahr 2021. Auch die Nummer eins der Branche, McKinsey & Company, verzeichnete zuletzt nur noch einstellige Wachstumsraten.
An Dynamik verlor die Geschäftsentwicklung vor allem in den USA und Asien. Überproportional zulegen konnte BCG erneut in der wichtigen und großen Geschäftsregion Zentraleuropa, wozu die Beratung die Länder Deutschland, Österreich, Schweiz sowie osteuropäische Staaten wie Polen, Ungarn und Tschechien zählt. Hier soll das Wachstum weiter zweistellig hoch sein. Die Beratung beschäftigen hier vor allem Transformationsprojekte in der Industrie.
Der Chef für Zentraleuropa bei BCG, Michael Brigl, erklärt die Lage wie folgt: „Trotz hoher Zinsen, Inflation und schwacher Konjunktur haben wir ein starkes Ergebnis erzielt.“ Damit sei die Gruppe international das 20. Jahr in Folge gewachsen – mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum in den vergangenen zehn Jahren weltweit von über 13 Prozent. Brigl: „Das ist ein großer Erfolg. Es gibt wenige andere Unternehmen, die das vorweisen können.“ Aber ja, das Wachstum sei moderater als in den Vorjahren.