Digitale Mobilitätsdienste: Ridepooling: Das Ende eines Geschäftsmodells
Der Fahrdienst stellt sein Ridepooling in Leipzig ein.
Foto: imago/Action PicturesBerlin. Es klang wie ein Aufbruch, als der Ruf-Fahrdienst Clevershuttle im Sommer sein Angebot in Leipzig ausbaute, mit einer neuen App (on demand), mehr Bezahlmöglichkeiten und Fahrzeiten rund um die Uhr. Zum Jahresende aber kommt das Aus. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG stellt ihren Fahrdienst ein. Fortan soll Clevershuttle im Auftrag von Nahverkehrsbetrieben fahren.
Der Schritt ist mit Wehmut verbunden, waren Leipzig und München doch die ersten Standorte, an denen Clevershuttle 2016 startete, wie Bruno Ginnuth, Co-Gründer und CEO des Jungunternehmens, dem Handelsblatt berichtete. Aber das bisherige Geschäftsmodell in Leipzig aufzugeben sei das konsequente Ende der vor eineinhalb Jahren beschlossenen strategischen Neuausrichtung: „Wir wollen den öffentlichen Nahverkehr mit dieser neuen Form der Mobilität attraktiver machen.“
Die Entscheidung von Clevershuttle reiht sich in den Trend ein, dass Ridepooling, die gewerblich betriebenen Sammeltaxen auf Abruf, nicht funktioniert. Stattdessen dienen sich die Anbieter den Kommunen an, um den klassischen Linienverkehr von Bus und Bahn zu ergänzen.