Eva Christiansen: Merkels frühere Top-Beraterin wechselt zu Finsbury Glover Hering
Die ehemalige Planungs- und Medienchefin im Bundeskanzleramt wir neue Partnerin bei Finsbury Glover Hering.
Foto: Finsbury Glover HeringDüsseldorf. Die Kommunikationsberatung Finsbury Glover Hering (FGH) verstärkt sich mit einer weiteren Top-Managerin. Die ehemalige Planungs- und Medienchefin im Kanzleramt, Eva Christiansen, wird Anfang Juli neue Partnerin der Firma. Sie soll künftig Führungskräfte bei ihrer öffentlichen Positionierung sowie im Umbruch steckende Firmen und Organisationen in Fragen der Reputation beraten.
FGH ist eine der global größten Gesellschaften für strategische Kommunikation und Public Affairs und entstand Anfang 2021 aus der Fusion dreier Anbieter: Hering Schuppener aus Deutschland schloss sich mit den langjährigen Partnern Finsbury aus London und Glover Park aus den USA zusammen.
Christiansen stößt zu dem mehr als hundertköpfigen Team von FGH in Berlin. Die Beratungsgesellschaft setzt auf die Erfahrung der 52-Jährigen im Politikbetrieb und auf ihr Netzwerk. Die studierte Volkswirtin galt über viele Jahre als eine der engsten Beraterinnen von Angela Merkel.
Christiansen war Sprecherin der CDU Deutschland und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, wechselte 2006 ins Kanzleramt und war dort zuletzt als Medienberaterin und Leiterin der Abteilung „Politische Planung, Innovation und Digitalpolitik, Strategische IT-Steuerung“ tätig.
Ein Zu- und ein Abgang
FGH unterstreicht, dass Christiansen in ihrer neuen Rolle „in keiner Form für Lobbytätigkeiten zuständig sein oder zur Verfügung stehen wird“. Die politische Einflussnahme im Interesse der Kunden soll demnach nicht zu ihren Aufgaben gehören, sie soll die gesellschaftspolitischen Perspektiven in die Beratung von Unternehmen und Top-Managern einbringen.
Zugleich verlässt eine namhafte Partnerin FGH: Henriette Peucker wechselt in das neu formierte Führungsteam des Bundesverbands deutscher Banken und wird dort als stellvertretende Hauptgeschäftsführerin den Bereich „Politik und Innovation“ leiten. Bei Finsbury Glover Hering war sie zuletzt verantwortliche Partnerin für den Standort Brüssel, in früheren Jahren arbeitete sie als Public-Affairs-Chefin für die Deutsche Börse.
Finsbury Glover Hering steckt selbst mitten in der Transformation, denn die Firma wird um eine weitere führende amerikanische PR-Gesellschaft ergänzt: Künftig gehört der Anbieter Sard Verbinnen dazu. Durch die Fusion wird die Zahl der Beraterinnen und Berater auf mehr als 1000 steigen, die in 25 Büros in Asien, Europa, dem Nahen Osten und den USA arbeiten.
Das frisch fusionierte Unternehmen soll bald mit einem neuen Namen und einer neuen Marke an den Start gehen, seinen Sitz aber weiterhin in New York haben. Geleitet wird FGH weiterhin vom früheren Hering-Schuppener-Chef Alexander Geiser.