Fitnesskette: „An finanziellen Möglichkeiten wird unsere Expansion nicht scheitern“
München. Fitnessstudios sind nur zu Jahresbeginn richtig voll, wenn die guten Vorsätze den Sportsgeist stützen? Dieser Eindruck täusche, sagt Stephan Schulan, CEO der Kette All Inclusive Fitness, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Über das gesamte Jahr hinweg gebe es in der Branche ein starkes Wachstum.
Mehr als elf Millionen Menschen in Deutschland sind Mitglied in einem Studio, der Umsatz der Fitness- und Gesundheitsbranche lag zuletzt bei knapp sechs Milliarden Euro. Die Umsatzeinbrüche durch die Schließungen während der Coronapandemie sind längst ausgeglichen.
Trotzdem herrscht zwischen den Anbietern großer Konsolidierungsdruck. Auf längere Sicht werde es in Deutschland nur noch drei bis fünf Ketten mit mehr als 100 Studios geben, prognostiziert Schulan. Und er zeigt sich überzeugt: „All Inclusive Fitness wird dazugehören.“ Seine Gruppe wolle bis Ende 2028 mindestens 250 Anlagen haben. „Es würde mich überraschen, wenn wir bei der Story, die wir in den vergangenen Jahren hingelegt haben, nicht sogar darüber landen.“
Für diesen aggressiven Wachstumskurs hat sich All Inclusive Fitness gerade frisches Kapital bei zwei prominenten Investoren besorgt. Die Firma wurde dabei mit mehr als 500 Millionen Euro bewertet. „Investoren haben erkannt, dass die Branche interessant ist, wenn man es dann richtig und nachhaltig angeht“, sagt Schulan. Ein Börsengang sei eine Option. Vorstellbar sei auch ein Merger mit einem großen internationalen Partner. „Nach vorn raus sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.“