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TicketmasterUS-Justizministerium erhebt offenbar Kartellklage gegen Live Nation

Die Firma dominiert in den USA den Markt für Konzertkarten. Doch die US-Kartellwächter kritisieren das Gebahren gegenüber Kunden und Veranstaltern – und klagen nun. 17.04.2024 - 10:09 Uhr
Taylor Swift auf Tour: Die Ticketmaster-Website brach während des Vorverkaufs für die Tour der Sängerin zusammen. Foto: IMAGO/ZUMA Press

Düsseldorf. Das US-Justizministerium wird offenbar Kartellklage gegen den Konzert- und Ticketanbieter Live Nation einreichen. Das berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ) und beruft sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der nach eigenen Angaben weltgrößte Anbieter von Konzertkarten missbraucht nach Ansicht der Behörde seine Marktmacht und verhindert Wettbewerb. Welche Punkte die Kartellklage im Detail enthält, ist dem WSJ zufolge noch unklar. Doch die Marktreaktion ist deutlich: Die Aktie fiel nach Börsenschluss in den USA deutlich und lag zuletzt knapp neun Prozent im Minus.

Live Nation fusionierte im Jahr 2010 mit dem Konkurrenten Ticketmaster, nutzt den Namen weiterhin vor allem für Kartenverkäufe – und steht seither immer wieder in der Kritik. Der Konzern beherrscht allein in den USA laut WSJ 80 Prozent der Ticketverkäufe in den großen Veranstaltungsorten und hat Exklusivverträge mit vielen Musikerinnen und Musikern. 2023 machte Live Nation knapp 23 Milliarden Dollar Umsatz und beschäftigte knapp 15.000 Menschen.

Kritik an überhöhten Ticketgebühren

Kritiker werfen der Firma überhöhte Ticketgebühren, schlechten Kundenservice und Geschäftsgebahren vor, das den Wettbewerb in der Branche behindert. Einige Marktbeobachter fordern deshalb, den Zusammenschluss mit Ticketmaster rückgängig zu machen.

Das US-Justizministerium ermittelt seit 2022 gegen Live Nation. Die Untersuchungen gewannen Ende 2022 an Bedeutung, als die Ticketmaster-Website während der Vorverkäufe für die Tournee von US-Sängerin Taylor Swift mehrfach zusammenbrach. Auch an der Vergabe von Tickets für das Konzert zur Krönung des englischen Königs Charles gab es heftige Kritik. 

Eine Live-Nation-Sprecherin wies die Kritik gegenüber dem WSJ zurück: „Wir haben heute mehr Konkurrenz als je zuvor und die Vereinbarungen mit den Veranstaltungsorten zeigen, dass wir nicht mal in der Nähe von Monopolmacht sind.“

In Deutschland ist Ticketmaster ebenfalls aktiv. Marktführer ist hierzulande allerdings mit großem Abstand die Firma Eventim.

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Erstpublikation: 16.04.2024, 09:39 Uhr.

tse
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