Energie: Studie sieht 100 Milliarden Euro Sparpotenzial bei Stromnetzen
Düsseldorf. Es ist ein Vorschlag, der die grundlegendsten Themen der kommenden Jahre adressiert: Wie soll Deutschland die Energiewende finanzieren? Und wie kann gleichzeitig verhindert werden, dass Strom für Verbraucher und Unternehmen immer teurer wird?
Ein Thinktank zeigt in einer Studie, wie sich die Kosten reduzieren ließen. So rechnet das Dezernat Zukunft vor, dass Deutschland bis 2080 rund 100 Milliarden Euro sparen könnte. Die Voraussetzung: Der Staat übernimmt eine Mehrheit an allen vier großen Stromnetzbetreibern in Deutschland – und verhindert so übermäßig hohe Stromnetzgebühren.
Das Szenario ist aus Sicht des Thinktank-Direktors Janek Steitz nicht abwegig. Er sagt: „Nicht nur SPD und Grüne, sondern auch die CDU will, dass die Netzentgelte für Stromkunden sinken. Jede künftige Regierung muss sich mit der Frage auseinandersetzen, wie das nachhaltig finanziert werden kann.“
Tatsächlich sind sich die Parteien beim Ziel weitgehend einig: Deutsche Verbraucher und Unternehmen sollen günstigeren Strom bekommen. Das würde die Wirtschaft stärken und die Nutzung fossiler Brennstoffe schneller beenden.