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EnergiekonzernRWE steigert Ergebnis um 65 Prozent – Abschreibung auf russische Kohle

Der Energiekonzern hat deutlich mehr Strom aus Sonne und Wind produziert. Aufgrund der Russland-Sanktionen wurde ein Liefervertrag für russische Kohle abgeschrieben. 12.05.2022 - 11:52 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der Energiekonzern hat einen langfristigen Kohlevertrag in Russland abgeschrieben.

Foto: Bloomberg

Düsseldorf. Der Energiekonzern RWE hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient. Von Januar bis Ende März sei das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 65 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro gestiegen, teilte der größte deutsche Stromkonzern am Donnerstag mit.

RWE bestätigte die Prognosen für das Gesamtjahr, wonach etwa das bereinigten Ebitda auf Konzernebene bei 3,6 bis 4,0 Milliarden Euro liegen soll.

RWE habe über 20 Prozent mehr Strom aus Wind und Sonne produziert. Die höhere Stromerzeugung sei vor allem verbesserten Windverhältnissen zu verdanken, erklärte das Unternehmen. Positiv habe sich auch die Inbetriebnahme des britischen Offshore-Windparks Triton Knoll ausgewirkt. Die Sparte Onshore/Wind/Solar habe ihr operatives Ergebnis auf 318 Millionen Euro verbessert nach einem Verlust von 119 Millionen Euro im Vorjahr.

Da der Konzern infolge britischer Sanktionen keine russische Kohle mehr annimmt, habe er auf den langfristigen Bezugsvertrag 850 Millionen Euro abgeschrieben. RWE verwies darauf, dass ab August seitens der EU ein Einfuhrstopp für Kohle aus Russland gelte. Bereits im März habe die britische Regierung Sanktionen verhängt, und zwar gegen die russische Eisenbahn.

Als in Großbritannien tätiges Unternehmen bedeute das für RWE, dass seitdem keine russische Kohle mehr angenommen werde. „In der Folge hat RWE ihren langfristigen Bezugsvertrag für russische Kohle abgeschrieben.“

RWE erwartet Regelung in Rubel-Frage

Finanzchef Michael Müller rechnet in Kürze mit einer Regelung der Bundesregierung, wie auf die von Russland geforderte Bezahlung der Gaslieferungen in Rubel reagiert werden soll. „Wir sind mit den politischen Stellen in Berlin in sehr engem Austausch“, sagte Müller in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. „Wir gehen davon aus, dass eine Klärung in Kürze erfolgen wird.“

Die nächste Rechnung sei Ende des Monats fällig. Der Manager wollte sich nicht dazu äußern, ob RWE hierfür ein Konto bei der Gazprombank eröffnet hat.

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Von der jüngsten Sanktionsliste Russlands seien die Gasspeichergeschäfte von RWE nicht betroffen, betonte Müller. Russland hatte am Mittwoch 31 Unternehmen auf eine Sanktionsliste gesetzt, insbesondere Töchter des inzwischen unter der Treuhandschaft der Bundesnetzagentur stehenden Konzerns Gazprom Germania.

rtr
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