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Energie

Hackerangriff Colonial 80 Prozent der Tankstellen in Washington nach Pipeline-Angriff weiter ohne Benzin

Nachdem der Betreiber der Pipeline am Mittwoch wieder in Betrieb genommen hat, füllen sich die Zapfsäulen nur langsam. Der Benzinpreis bleibt hoch.
15.05.2021 - 19:05 Uhr Kommentieren
Im Bundesstaat North Carolina meldeten 63 Prozent der Tankstellen leere Zapfsäulen und in Georgia 45 Prozent. Quelle: Reuters
Shell Gas Station

Im Bundesstaat North Carolina meldeten 63 Prozent der Tankstellen leere Zapfsäulen und in Georgia 45 Prozent.

(Foto: Reuters)

New York/Houston Die Benzinversorgung an der US-Ostküste kommt nach dem Hackerangriff auf eine zentrale Pipeline wieder in Gang. Am Samstag meldeten noch 80 Prozent der Tankstellen in Washington leere Zapfsäulen, wie der Branchendienst GasBuddy berichtete. Im Bundesstaat North Carolina waren es demnach 63 Prozent und in Georgia 45 Prozent.

Landesweit lag der Benzinpreis dem Verband American Automobile Association zufolge bei 3,04 Dollar je Gallone (0,66 Euro je Liter) nach 2,96 Dollar eine Woche zuvor. Ein Vertreter des Treibstoff-Lieferdienstes Sun Coast Resources sagte, bei der gegenwärtigen Fließgeschwindigkeit könne es 20 Tage dauern, bis neue Lieferungen den entferntesten Punkt der Pipeline in Linden im Bundesstaat New Jersey erreichten.

Der Betreiber der Leitung Colonial hatte am Mittwoch begonnen, sie wieder in Betrieb zu nehmen. Er warnte jedoch, dass es mehrere Tage dauern dürfte, bis die Anlage wieder normal läuft. Präsident Joe Biden zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass sich die Lieferengpässe bis zum Wochenende auflösen würden.

Die Firma hatte Ende vergangener Woche bestimmte Systeme nach einer Cyberattacke vom Netz genommen, um die Bedrohung einzudämmen. Der Betrieb der Pipeline kam dadurch komplett zum Erliegen, was in Teilen des Landes Benzin-Engpässe verursachte.

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    Am Donnerstagnachmittag sickerten Informationen über eine millionenschwere Lösegeldzahlung durch. Einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge zahlte die Betreibergesellschaft Colonial osteuropäischen Erpressern fast fünf Millionen Dollar.

    Das Unternehmen habe den Betrag nur Stunden nach der Attacke in Form einer nicht zurückverfolgbaren Kryptowährung übermittelt, hieß es unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Danach hätten die Hacker Colonial ein Hilfsmittel zur Entschlüsselung zur Verfügung gestellt, um das außer Betrieb gesetzte Computersystem wiederherstellen zu können. Doch dieses habe nur langsam funktioniert, daher habe der Pipeline-Betreiber schließlich auf eigene Datensicherungsinstrumente zurückgegriffen.

    Mehr: Cyberangriff auf Benzin-Pipeline: Colonial zahlte wohl fünf Millionen Dollar Lösegeld

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    • rtr
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