Photovoltaik: Was bedeutet die Abhängigkeit von China für die Energiewende?
Europa ist beim Ausbau der grünen Stromerzeugung stark von Zulieferungen abhängig – und vom Willen der Regierung in Peking.
Foto: ReutersBerlin, Düsseldorf, Peking. In der deutschen Solarindustrie wächst die Angst vor den Folgen der absoluten Abhängigkeit von China. „Es gibt eine nicht wegzudiskutierende Abhängigkeit im höchsten Maße von China. Und die ist deutlich größer als die Abhängigkeit beim Thema Gas von Russland“, sagte ein hochrangiger Manager aus der Solarbranche dem Handelsblatt.
Wie gefährlich diese Abhängigkeit ist, zeigt sich spätestens seit Ende Dezember. Da hat das chinesische Wirtschaftsministerium einen Katalog mit Vorschlägen zu neuen Exportbestimmungen veröffentlicht – auch für die Solarbranche. Unter anderem sieht der Beschränkungen für die Ausfuhr von Maschinen zur Herstellung wichtiger Komponenten für die Photovoltaik (PV) vor.
In einem Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium haben nun 24 Unternehmen aus der Branche einen Plan entworfen, um die europäische Solarindustrie zu neuem Leben zu erwecken. Unter den Unterzeichnern sind Energiekonzerne wie Eon und Solargrößen wie Wacker Chemie, SMA Solar, Baywa Re und Meyer Burger. Aber auch jüngere Unternehmen wie Enpal, Pelion und Norsun. Das Schreiben liegt dem Handelsblatt exklusiv vor.