Quantumscape, Solid Power, Sila: Jagd nach der Superbatterie: Diese Technologie soll die Probleme der Elektromobilität lösen
Weltweit forschen Unternehmen an einer Verbesserung der Batterieleistung.
Foto: Cultura/Getty ImagesDüsseldorf. Sila Nanotechnologies, Solid Power oder Quantumscape – Batterie-Start-ups erleben derzeit einen regelrechten Hype. Eine kleine Ankündigung genügt, und schon schnellt der Kurs in die Höhe. Ihr Spezialgebiet: die Entwicklung leistungsstärkerer, schnellerer und sicherer Batterien.
Von 2000 Kilometer Reichweite bis hin zu einer Million Ladezyklen – die neuen Superbatterien versprechen die Lösung aller Probleme der Elektromobilität. Dementsprechend groß ist die Aufmerksamkeit.
Vor einem Monat schoss die Bewertung des US-Start-ups Quantumscape nach einer Ankündigung plötzlich auf 50 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen war damit kurzzeitig mehr wert als der Autokonzern Ford. Wenige Wochen später war die Bewertung wieder um mehr als die Hälfte gefallen. Das Unternehmen, in dem unter anderem Volkswagen und Microsoft-Gründer Bill Gates investiert sind, forscht an der Entwicklung einer neuen Superbatterie. Nur hat Quantumscape wie so viele andere bislang weder einen Dollar Umsatz gemacht noch einen Schritt aus dem Labor.
„Wir haben mittlerweile einen Wendepunkt erreicht – die Elektromobilität wird kommen. Das beflügelt die Fantasie der Leute, und Firmen in dem Gebiet hoffen jetzt auf ein Stück von diesem Kuchen“, erklärt Batterieforscher Maximilian Fichtner, stellvertretender Direktor des Helmholtz-Zentrums für Elektrochemische Energiespeicherung. In der letzten Zeit habe es eine Häufung großer Ankündigungen gegeben, „aber es gibt eine Lücke zwischen Entwicklern und Forschern und denjenigen, die damit Geld machen wollen“, warnt der Wissenschaftler.