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Kulturmanagerin Zagrosek, Energiemanager Birnbaum. Foto: Imago (2), Eon

Sponsoring„Unternehmergeist ist Pflicht“

Leonhard Birnbaum führt einen großen Energiekonzern, Katrin Zagrosek ein großes Kulturfestival. Muss er Geld verdienen und sie kann es einfach ausgeben? Ein Gespräch über die Schnittmengen von Kapital und Kultur.Hans-Jürgen Jakobs, Catiana Krapp 26.04.2024 - 04:02 Uhr

Essen. Zeche Zollverein in Essen: Von der Terrasse des Erich-Brost-Pavillons, ganz oben auf dem Gebäude der früheren „Kohlenwäsche“, geht der Blick weit übers Ruhrgebiet. Zwei Zugereiste erklären begeistert die Landschaft.

Dahinten im Osten, das muss Herne sein, sagt Leonhard („Leo“) Birnbaum, Vorstandschef des Energieriesen Eon. Und dahinten im Westen, das ist Duisburg, nein, doch Oberhausen, erklärt Katrin Zagrosek, Intendantin des an diesem Freitag startenden Klavier-Festivals Ruhr. Und fügt an, wie sehr sie beim Radfahren das viele Grün im „Ruhrpott“ genieße, dem einstigen Kohlerevier.

Während des Gesprächs pfeift es sehr vernehmlich rund um den Dachpavillon. Hier, in 38 Meter Höhe, soll während des Festivals auch konzertiert werden. Vielleicht müsse man dann den Wind abbestellen, scherzt Manager Birnbaum.

Frau Zagrosek, Herr Birnbaum, Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Welten. Einmal die der Hochkultur und dann die der Ökonomie, wo die richtige Gewinnzahl den richtigen Ton setzt. Was denken Sie über die jeweilige Sphäre des anderen?
Katrin Zagrosek: Wenn man ein privat finanziertes Festival verantwortet, ist Unternehmergeist Pflicht. Für die Kosten, die Auslastung von Konzerten und die Herkunft der nötigen Finanzmittel habe ich mich schon früh interessiert. Ich studierte zwar Musik- und Kulturwissenschaften, den Wirtschaftsteil in Zeitungen habe ich gleichwohl nicht überschlagen.
Leonhard Birnbaum: Ich war auch nicht immer in der Sphäre der Ökonomie unterwegs; zu den Finanzzahlen bin ich erst spät gekommen. Ich wollte einmal Archäologe werden, dann wurde es aber ein Ingenieurstudium. In meinen jungen Jahren hatte ich eine Freundin, die Schostakowitsch liebte – damals war ich öfter in Schostakowitsch-Konzerten als in der Diskothek. Wenn ich heute auf Roadshow in New York bin, versuche ich immer, ins Metropolitan Museum zu gehen – und wähle mir dort bewusst einen einzigen Saal aus. Egal ob Architektur, Skulptur, Malerei oder Musik: Wenn es richtig gut ist, kann man da immer etwas mitnehmen.

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