Energieautarkie: Wunsch nach privater Energie-Unabhängigkeit überfordert Anbieter von Solaranlagen und Wärmepumpen
Der selbst erzeugte Strom ist mittlerweile oft der günstigste.
Foto: imago images/ShotshopBerlin, Düsseldorf. Wer jetzt schon eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach und eine Batterie im Keller hat, der kann sich doppelt glücklich schätzen. Nicht nur, dass sich dadurch bei den aktuellen Rekordpreisen für Energie erheblich Kosten sparen lassen. Er oder sie hat den Schritt in Richtung private Energieautarkie zudem geschafft, bevor der große Boom losgebrochen ist. Wer sich hingegen gerade das erste Mal mit der Anschaffung von Photovoltaik, Speicher oder Wärmepumpe beschäftigt, muss sich auf monatelange Wartezeiten einstellen. Sechs Monate und länger kann es da schon mal dauern von der Bestellung bis zur Installation.
Hohe Energiepreise: Wunsch zur privaten Energieautarkie steigt
Die Nachfrage nach grünen Energielösungen geht regelrecht durch die Decke. Angesichts des Ukrainekriegs, der Debatte um möglicherweise ausbleibende russische Rohstofflieferungen und exorbitant hoher Öl- und Gaspreise entdecken viele Deutsche gerade den Energie-Selbstversorger in sich. Mit der richtigen Kombination kann fast jeder Hausbesitzer dieses Ziel erreichen.
Es muss auch nicht immer gleich die komplette Autarkie im Sinne der abgelegenen Hütte am See sein, die weder ans Strom- noch ans Gasnetz angeschlossen ist. Schon ein bisschen mehr Unabhängigkeit hat für viele Eigenheimbesitzer in den vergangenen Monaten an Reiz gewonnen – um der Preisentwicklung auszuweichen, das Klima zu schonen und ja: auch um dieses womöglich irrationale Gefühl der Unsicherheit loszuwerden, ob Öl und Gas auch in Zukunft problemlos verfügbar sein werden.