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CEO Müllenbach im InterviewGaleria plant strategischen Neustart Ende Oktober – wohl ohne die Marken Karstadt und Kaufhof

Mit einer völlig veränderten Ausrichtung will der Warenhauskonzern die Corona-Folgen überwinden. Künftig wird es drei Typen von Warenhäusern geben, kündigt CEO Miguel Müllenbach an.Florian Kolf 26.07.2021 - 07:49 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der Konzern plant mit Investitionen von 400 Millionen für die Modernisierung der Warenhäuser.

Foto: PR

Essen. Mit einem kompletten Neustart will der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof die Folgen der Corona-Pandemie überwinden. Bis Ende Oktober werde das Unternehmen das Konzept präsentieren, sagt Vorstandschef Miguel Müllenbach im Interview mit dem Handelsblatt. Vorbild sollen die drei komplett umgebauten Pilotfilialen in Frankfurt, Kassel und Kleve sein. 600 Millionen Euro will Müllenbach investieren.

Künftig wird es drei Typen von Warenhäusern geben, die das Unternehmen Weltstadthaus, regionaler Magnet und lokales Forum nennt. Bis zu 60 der 131 Häuser sollen vollständig umgebaut werden, der Rest zumindest teilweise. Verkaufsflächen werden für Serviceangebote umgerüstet, etwa für städtische Bürgerdienste, E-Bike-Stationen oder Paketschalter. Das Ganze wird mit einer App vernetzt, über die auch Angebote der Partner gebucht werden können.

In dem neuen Konzept werden aber die Traditionsmarken Karstadt und Kaufhof wohl keine Rolle mehr spielen. Damit dürfte es auf einen Auftritt unter dem Namen Galeria hinauslaufen, denn der Webshop heißt heute schon Galeria.de.

Die Corona-Pandemie hat den brutalen Ausleseprozess im Handel verstärkt, die Innenstädte drohen zu veröden. Das Handelsforschungsinstitut IFH rechnet damit, dass in den kommenden Jahren 80.000 Geschäfte aufgeben werden. Galeria Karstadt Kaufhof hat sich im vergangenen Jahr in ein Schutzschirmverfahren geflüchtet, 40 Häuser geschlossen, die Gläubiger mussten auf zwei Milliarden Euro an Forderungen verzichten. Seitdem arbeitet der Händler an Konzepten für den Neustart.

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