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Finanzinvestor KKR sichert sich Mehrheitsanteil an Coty-Haarpflege um Wella

Der Finanzinvestor kauft einen Mehrheitsanteil an Kosmetikmarken des US-Konzerns Coty. Henkel soll schon vor einigen Wochen ausgestiegen sein.
11.05.2020 Update: 11.05.2020 - 14:52 Uhr Kommentieren
KKR soll einen Anteil von 60 Prozent an den Marken rund um Wella erhalten, die übrigen 40 Prozent verbleiben bei Coty. Quelle: Reuters
Haarpflegeprodukte

KKR soll einen Anteil von 60 Prozent an den Marken rund um Wella erhalten, die übrigen 40 Prozent verbleiben bei Coty.

(Foto: Reuters)

Bangalore, New York, Darmstadt, Düsseldorf Der Finanzinvestor KKR hat den Zuschlag für den Kauf eines Mehrheitsanteils an Kosmetikmarken des US-Konzerns Coty rund um Wella erhalten. Coty habe sich mit KKR auf eine strategische Partnerschaft verständigt, teilte der kriselnde US-Konzern am Montag mit. Die Übereinkunft sehe vor, dass KKR einen Anteil von 60 Prozent an den Marken rund um Wella erhalten solle, die übrigen 40 Prozent verblieben bei Coty.

Die Marken inklusive Schulden werden dabei mit etwa 4,3 Milliarden US-Dollar bewertet, Coty könnten aus dem Geschäft demnach rund drei Milliarden Dollar an Barmitteln zufließen. Der Konzern verkauft zudem für 750 Millionen Dollar eigene Aktien an KKR. Insgesamt könne Coty seine Schulden durch die Geschäfte bedeutend senken, hieß es.

Der Düsseldorfer Henkel-Konzern hatte, wie in den vergangenen Wochen zu lesen war, auch Interesse am Kauf an Wella gehabt. Doch ein Konzernsprecher wollte sich zum Verkauf an KKR auf Nachfrage nicht äußern.

Wie aus mit der Transaktion vertrauten Kreisen zu hören ist, hat sich Henkel bereits vor mehreren Wochen aus dem Bieterverfahren verabschiedet. Als Gründe für den Rückzug werden die Preisvorstellungen und die Umsetzungsgeschwindigkeit der Transaktion genannt.

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    Außerdem haben wohl Erkenntnisse aus der Due-Diligence-Prüfung, also dem Blick in die Zahlen, beim Düsseldorfer Konzern zu der Entscheidung geführt, nicht bei Wella einzusteigen. Inzwischen, so ist aus den Kreisen zu hören, hätten sich auch die Erwartungen an die weitere Entwicklung des Marktes verändert.

    Henkel hatte bereits vor fünf Jahren Interesse an Wella bekundet. Doch damals ging das Unternehmen an den US-Konzern Coty. Der konnte wegen einiger Steuervorteile einen höheren Kaufpreis zahlen, als er Henkel angemessen erschien. Coty, das von der Beteiligungsgesellschaft JAB der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrolliert wird, hatte die Kosmetikmarken zum Verkauf gestellt.

    Mehr: Bei Henkel bricht das Geschäft in der wichtigen Klebstoff-Sparte ein

    • rtr
    • dpa
    • wt
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