1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Handel + Konsumgüter
  4. Flug MH370: Wrackteil stammt von Boeing 777

Flug MH370Wrackteil stammt von Boeing 777

Das Flügelteil, das vergangene Woche auf La Réunion angespült wurde, stammt tatsächlich von einer Boeing 777. Es passt zur verschollenen MH370 aus Malaysia. Bei vermeintlich weiteren Wrackteilen gab es falschen Alarm. 02.08.2015 - 15:40 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Düsseldorf. In den Ermittlungen zum mysteriösen Verschwinden einer malaysischen Verkehrsmaschine sind Experten einen Schritt vorangekommen. Ein auf der Insel Réunion angespültes Flügelteil stamme von einer Boeing 777, erklärte der malaysische Verkehrsminister Liow Tiong Lai am Sonntag.

Eine Maschine dieses Typs verschwand im vergangenen Jahr als Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. An Bord befanden sich 239 Menschen, deren Schicksal bis heute nicht geklärt ist. Es handelt sich damit um eines der größten Rätsel in der Geschichte der Luftfahrt.

Bei der auf der französischen Insel Réunion im Indischen Ozean angespülten Flügelklappe handelt es sich um ein sogenanntes Flaperon, das der Steuerung dient. Es wird ebenso wie ein Teil eines Gepäckstückes von Experten in Frankreich untersucht. Auf Réunion wurden zudem weitere Metallteile angespült. Ein Insider aus dem Umfeld der Ermittlungen sagte am Sonntag, die Polizei habe sie beschlagnahmt. Demnach ist es noch unklar, ob es sich um Flugzeugtrümmer handelt.

MH370 - 239 Menschen aus 14 Ländern
Die Maschine der Malaysia Airlines ist auf dem Weg von Kuala Lumpur in Malaysia nach Peking verschwunden. Zwei Drittel der 227 Passagiere an Bord stammten aus China. Zusätzlich waren 12 Besatzungsmitglieder an Bord, insgesamt Menschen aus 14 Ländern.
153
50
7
6
5

Sollte die Flügelklappe tatsächlich von Flug MH370 stammen, würden weitere Untersuchungen im Labor folgen. So könnte der Zustand des Teils Auskunft geben, ob die Boeing in der Luft explodierte oder direkt ins Meer stürzte. Auf La Réunion wurden indes weitere Trümmerteile gefunden worden. Am Sonntag seien mehrere „metallische Trümmerteile“ entdeckt worden, verlautete aus Ermittlerkreisen. Das am Mittwoch gefundene Flugzeug-Steuerruder traf am Samstag zur Untersuchung in Frankreich ein.

Gendarmen auf La Réunion bargen am Sonntag zunächst ein etwa zehn mal zehn Zentimeter großes Metallteil, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Das Teil sei als mutmaßliches Beweisstück aufgenommen worden, hieß es aus den Ermittlerkreisen. Es deute jedoch bislang nichts darauf hin, dass es von einem Flugzeug stamme. Der Fund weist eine Art Griff auf, der mit Leder überzogen ist und zwei aufgedruckte Ideogramme zeigt.

Das angespülte Flügelteil stammt von einer Boeing 777.

Foto: dpa
Das rätselhafte Verschwinden von MH370
Die Airline teilt mit, der Kontakt sei kurz nach dem Start abgebrochen. Die Boeing 777 war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Vor Vietnam beginnt eine internationale Suche.
Die Suche konzentriert sich auf den Indischen Ozean - Hunderte Kilometer westlich der ursprünglichen Flugroute.
Die Ermittler vermuten Sabotage. Die Boeing sei nach dem letzten Kontakt stundenlang auf neuem Kurs geflogen. Wahrscheinlich wurden Kommunikationssysteme absichtlich abgeschaltet, heißt es.
Die Maschine liege nicht im vermuteten Absturzgebiet, teilt das Koordinationszentrum mit.
Nach einer neuen Datenanalyse ist das Flugzeug wahrscheinlich weiter südlich als angenommen abgestürzt.
MH370 flog nach Einschätzung der Ermittler vor dem Absturz auf Autopilot.
Neueste Auswertungen legen nahe, dass das Flugzeug womöglich etwas früher Richtung Süden abdrehte.
Die Suche wird in einem neu eingegrenzten Gebiet wieder aufgenommen.
Malaysia erklärt alle Passagiere des vermissten Flugzeugs für tot. Die Suche nach der Maschine geht weiter.
Ein von Malaysias Verkehrsministerium am Jahrestag des Verschwindens veröffentlichter Zwischenbericht enthält nichts Neues.
Neuen Analysen zufolge ist das Flugzeug in den südlichen Indischen Ozean gestürzt. Das letzte Signal wurde laut malaysischer Regierung westlich der australischen Stadt Perth empfangen.
Ein Wrackteil vor der Insel La Réunion löst Spekulationen um mögliche Verbindungen zu Flug MH370 aus.

Ebenfalls am Sonntag übergab ein Mann der Polizei ein 70 Zentimeter großes Teil und äußerte die Vermutung, es könne sich um ein Stück einer Flugzeugtür handeln. Justizkreise dementierten später, dass mutmaßliche Wrackteile am Sonntag versiegelt worden seien. Das australische Verkehrsministerium bestätigte zwar, dass weitere Objekte der Polizei übergeben würden, bislang sei aber „nichts Auffälliges“ dabei gewesen, „auch keine Tür“.

Der unerwartete Fund des Wrackteils in rund 4000 Kilometern Entfernung des vermuteten Absturzorts hat Hoffnungen geweckt, eines der großen Rätsel der Luftfahrtgeschichte werde doch noch gelöst. Die Malaysia-Airlines-Maschine war am 8. März 2014 auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Insassen an Bord von den Radarschirmen verschwunden. Es wird vermutet, dass sie vom Kurs abwich und nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den Indischen Ozean stürzte.

Nach Angaben der malaysischen Regierung steht inzwischen fest, dass das auf La Réunion gefundene Steuerruder von einer Boeing 777 stammt– zudem wird in der Region keine andere Boeing 777 vermisst. Einige erhoffen sich von dem Wrackteil aufgrund der daran angelagerten Muscheln auch Rückschlüsse auf den Absturzort.

Verwandte Themen
Malaysia

In den vergangenen Tagen waren bereits mehrfach Funde auf La Réunion gemacht worden, wobei jedoch ebenfalls unklar ist, ob sie zu dem Flugzeug gehören. Entdeckt wurden etwa eine Waschmittelflasche mit indonesischer Aufschrift, eine chinesische Wasserflasche sowie ein Haarmittel-Fläschchen mit asiatischen Schriftzeichen.

153 Passagiere des Flugs waren Chinesen, sieben waren Indonesier. Malaysia rief die Behörden im Indischen Ozean am Sonntag auf, weiter nach möglichen Wrackteilen Ausschau zu halten.

Die malaysische Luftfahrtbehörde wende sich in diesem Zusammenhang an die regionalen Luftfahrtbehörden im Umkreis von La Réunion, erklärte Malaysias Verkehrsminister Liow Tiong.

rtr, afp
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt