ImmoScout24: Die vielen Erfolgsaussichten des Dax-Neulings Scout24
Düsseldorf, Frankfurt. Einen besseren Zeitpunkt für seinen Jobwechsel hätte Ralf Weitz nicht erwischen können: Nicht mal ein halbes Jahr nach dem Amtsantritt als Vorstandschef von Scout24 konnte er ein Umsatzwachstum im ersten Halbjahr von 15,5 Prozent und eine Anhebung der Prognose verkünden. Und am Montag steigt die Aktie seines Unternehmens in den Leitindex Dax auf.
„Unsere angehobene Prognose spiegelt den starken Aufwärtstrend wider, den wir in unserem Kerngeschäft verzeichnen“, schwärmt Weitz. Dabei wirkt der Betreiber der Onlineplattform Immoscout im Dax auf den ersten Blick wie ein Fremdkörper.
Mit einem Umsatz von zuletzt knapp 570 Millionen Euro ist es dann das kleinste Unternehmen in der ersten Börsenliga. Zum Vergleich: Volkswagen kommt auf 325 Milliarden Euro, die Deutsche Telekom, der Scout24 vor Jahren sogar einmal gehört hat, auf 116 Milliarden Euro.
Doch Scout24 kommt auf Gewinnmargen, von denen andere Dax-Konzerne nur träumen. Entsprechend hat die Aktie seit Jahresbeginn bereits 30 Prozent an Wert gewonnen, auf Jahressicht sind es mehr als 50 Prozent. Und wenn es nach Firmenchef Weitz geht, ist die Erfolgsgeschichte des Digitalunternehmens noch lange nicht zu Ende.