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LuftfahrtBoeing darf Rumpf-Zulieferer Spirit zurückkaufen

Milliardendeal mit Auflage: Boeing holt einen Rumpfzulieferer wieder zurück in den Konzern. Die EU-Kommission knüpft das an Bedingungen. Der betrifft unter anderem die Schulden von Sprit. 14.10.2025 - 17:57 Uhr Artikel anhören
Flugzeug vom Typ Boeing 777X: Der Flugzeugbauer kauft den US-Zulieferer zurück. Foto: Ted S. Warren/AP/dpa

Brüssel. Die EU-Kommission hat den Kauf des US-Zulieferers Spirit Aerosystems durch den Flugzeugbauer Boeing unter Auflagen genehmigt. Die Behörde teilte in Brüssel mit, Boeing müsse unter anderem alle Geschäftsbereiche des Herstellers von Flugzeugteilen an Airbus verkaufen, die derzeit den europäischen Boeing-Konkurrenten mit Flugzeugstrukturen beliefern. Damit soll der Wettbewerb auf dem Markt für Flugzeugbauteile gesichert werden.

Nach Einschätzung der Kommission hätten die Übernahmepläne ursprünglich den Wettbewerb im Markt für Flugzeugstrukturen und große Verkehrsflugzeuge erheblich einschränken können. Boeing hätte ohne Auflagen die Möglichkeit und den Anreiz gehabt, Airbus von wichtigen Zulieferungen abzuschneiden oder schlechter zu stellen.

Außerdem hätte der Konzern Zugang zu vertraulichen Geschäftsinformationen des europäischen Rivalen erhalten. Es war bereits vor der jetzt verkündeten Entscheidung der EU-Kommission klar, dass Teile von Spirit zu Airbus wechseln.

Das Vorhaben, den Rumpf-Zulieferer Spirit Aerosystems zum Großteil wieder zurück unter das Boeing-Konzerndach zu holen, war vor gut einem Jahr bekanntgeworden. Der US-amerikanische Konzern zahlt damaligen Angaben zufolge den Kaufpreis in Form von Aktien. 

Spirit wurde bei dem Deal laut Boeing mit rund 4,7 Milliarden Dollar bewertet. Der Flugzeugbauer kündigte zudem an, rund 3,6 Milliarden Dollar an Spirit-Schulden zu übernehmen. Die ursprüngliche Abspaltung der Sparte von Boeing folgte seinerzeit dem Trend, Konzerne zu verschlanken und durch Verlagerung von Aktivitäten an Zulieferer Geld zu sparen.

dpa
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