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LuftfahrtLufthansa und Italien streiten offenbar über ITA-Kaufpreis

Eigentlich wollten Lufthansa und Italien am Montag die von der EU-Kommission geforderten Auflagen für den Einstieg bei ITA in Brüssel einreichen. Nun scheint der Deal allerdings auf Eis zu liegen. 05.11.2024 - 14:12 Uhr aktualisiert Artikel anhören
An Italian carrier Italia Trasporto Aereo (ITA Airways) plane parks at Leonardo da Vinci International Airport in Fiumicino, near Rome, Italy, September 23, 2024. REUTERS/Remo Casilli Foto: REUTERS

Rom/Frankfurt. Zwischen der italienischen Regierung und der Lufthansa ist einem Insider zufolge kurz vor dem Abschluss des Deals Streit über den Einstieg bei der italienischen Staatsairline ITA Airways ausgebrochen.

Das italienische Finanzministerium habe den Deal auf Eis gelegt, weil die Lufthansa weniger als vereinbart für den Anteil von 41 Prozent zahlen wolle, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. „Wir halten uns an die Verträge zum Erwerb von 41 Prozent an ITA Airways“, sagte ein Lufthansa-Sprecher.

Als Erste hatten die italienischen Zeitungen „Corriere della Sera“ und „La Republicca“ über den Streit berichtet. Demnach argumentiere die Lufthansa, sie wolle weniger als die vereinbarten 603 Millionen Euro zahlen, weil die Bewertung der Airline mittlerweile niedriger sei als vor sechs Monaten.

Eigentlich wollten Lufthansa und Italien am Montag die von der EU-Kommission geforderten Auflagen für den Einstieg bei ITA in Brüssel einreichen. Diese seien von der Lufthansa unterschrieben worden, sagte der Lufthansa-Sprecher. Den Zeitungsberichten zufolge verweigerte das Ministerium die Unterschrift wegen des Streits ums Geld.

Ob der geplante Einstieg von Lufthansa bei ITA tatsächlich wegen dieses Details scheitern wird, ist offen. So ist aus Branchenkreisen zu hören, dass es um keine sehr hohe Summe geht, um die gestritten wird. Deshalb Verhandlungen abzubrechen, die sich über zweieinhalb Jahre hingezogen haben, wäre ein sehr weitreichender Schritt.

ITA wird sich alleine sehr schwer tun

Hinzu kommt: Die Gespräche mit den EU-Wettbewerbshütern waren äußerst kompliziert und zäh. Sollte die Regierung in Rom den Deal platzen lassen, müsste sie den gesamten Prozess neu starten. Denn alleine ist ITA bei dem wachsenden Wettbewerb kaum wirtschaftlich lebensfähig. Bis ein neuer Käufer feststünde, müsste der Staat ITA mit zusätzlichem Geld ausstatten und sich das in Brüssel genehmigen lassen. Das wäre ein sehr hoher Preis.

Im Detail geht es offensichtlich um eine Formulierung in der grundsätzlichen Einigung zwischen Lufthansa und dem italienischen Finanzministerium. Lufthansa will zunächst 41 Prozent von ITA übernehmen, zu einem späteren Zeitpunkt will der Konzern dann sukzessive die restlichen Anteile erwerben.

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Lufthansa hatte stets betont, dass sich der Preis für die zweite Tranche nach der Entwicklung von ITA richten wird. Das scheint nun kurzfristig in Rom auf Widerstand gestoßen zu sein.

rtr, jkn
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