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  4. Hometogo: Gründer und Geschäftsführer bleiben Start-up trotz Verkauf treu

Patrick Andrä und Wolfgang HeiglGeschäftsführer von Hometogo bleiben auch nach dem Börsengang an Bord

Patrick Andrä und Wolfgang Heigl wollen beim geplanten Verkauf ihrer Firma auf Bares verzichten. Sie tauschen ihre Anteile lieber in Aktien der Käufergesellschaft.Christoph Schlautmann 24.06.2021 - 15:47 Uhr Artikel anhören

Das Berliner Start-up will auf der Überholspur an die Börse.

Foto: Hometogo

Düsseldorf. Der ungewöhnliche Weg des Ferienhausvermittlers Hometogo aufs Frankfurter Börsenparkett erhält konkrete Umrisse. Wie das Handelsblatt jetzt aus Unternehmenskreisen erfuhr, bleiben die beiden Gründer und Geschäftsführer Patrick Andrä und Wolfgang Heigl dem Berliner Start-up in jedem Fall als Gesellschafter erhalten. Damit nennt die 2014 gegründete Onlinefirma erstmals Details zur geplanten Übernahme.

Anfang Juni hatte das Finanzvehikel Lakestar Spac I SE bekanntgegeben, Hometogo zu 100 Prozent erwerben zu wollen. Die von Klaus Hommels geführte Special Purpose Acquisition Company – kurz: Spac – ist seit Februar am Geregelten Markt in Frankfurt notiert und wird dort mit knapp 350 Millionen Euro bewertet. Dabei ist die Luxemburger Firma nichts weiter als ein leerer Firmenmantel, gegründet allein zu dem Zweck, ein erfolgversprechendes Unternehmen zu erwerben und anschießend mit ihm zu verschmelzen.

In den USA gilt dieses Verfahren seit Längerem als Hype, am Finanzplatz Deutschland aber wäre es erst der zweite Versuch. Vor zwölf Jahren hatten die Investoren Thomas Middelhoff, Florian Lahnstein und Roland Berger mit ihrem Spac „Germany 1“ einen ähnlichen Deal gestartet, der sich aber für die Investoren kurz darauf als Fiasko erwies. Die 2009 erworbene AEG Power Solutions verlor zunächst drastisch an Wert, 2017 ging sie in die Insolvenz.

Bei der nun geplanten Übernahme von Hometogo durch Lakestar Spac wird angeblich ein Kaufpreis von rund einer Milliarde Euro angepeilt, was die Anteile von Andrä mit 25 Millionen und die von Heigl mit 80 Millionen Euro bewerten würde.

Die Summe soll den zwei Gründern jedoch nicht in bar ausgezahlt werden, sondern in Aktien der Erwerberfirma. „Patrick Andrä und Wolfgang Heigl glauben an den langfristigen Unternehmenserfolg und damit an die weitere Wertsteigerung“, nannte ein Firmensprecher als Grund.

Ob dies ebenfalls für andere Hometogo-Gesellschafter gilt – auch der inzwischen in den Aufsichtsrat gewechselte Nils Regge zählt zu den Gründern und hält acht Prozent am Unternehmen –, wollte der Sprecher nicht sagen. Nach dem Deal wären sie üblicherweise an eine sechsmonatige Haltefrist gebunden. Allerdings: Allein aus steuerlichen Gründen dürften sie den Tausch in Aktien der Barauszahlung vorziehen.

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