Payback, Lidl Plus, Kaufland Card: Supermarkt- und Discounter-Kunden sparen kaum Geld
Eine Auswertung von Kassenbons zeigt, dass Kunden nur wenig von den Bonusprogrammen profitieren.
Foto: imago/Arvid MüllerDüsseldorf. Einzelhändler versprechen Kunden mit ihren Bonusprogrammen durch das Sammeln von Punkten lukrative Deals. Die Supermarktkette Rewe etwa spricht von „exklusiven Vorteilen“, wenn man dort die Payback-Karte einsetzt. Edeka wirbt mit „maximal punkten, maximal einfach“ für die Deutschlandcard in der App.
Doch die Bilanz des tatsächlichen Nutzens für Kunden der Lebensmittelhändler ist ernüchternd. In vielen Fällen liegt die Ersparnis bei nicht einmal einem Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von fast 500.000 realen Kassenbons, die das Unternehmen Smhaggle exklusiv für das Handelsblatt durchgeführt hat. Das Start-up hat selbst eine App für den Preisvergleich beim Einkauf entwickelt.
Bei der Analyse wurde untersucht, wie viel die Nutzer eines speziellen Vorteilsprogramms in den ersten sieben Wochen des Jahres 2023 im Schnitt dadurch eingespart haben, bezogen auf ihre gesamten Lebensmitteleinkäufe bei allen der acht größten Händler. Denn die Kassenbons zeigen, dass etwa Payback-Nutzer nicht nur bei Rewe einkaufen, sondern etwa auch Einkäufe bei Edeka oder Kaufland machen, wo sie die Karte nicht nutzen können.