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Quartalszahlen Amazon profitiert von Pandemie – Hohe Investitionen geplant

Der Onlinehändler kann seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent steigern. Der Konzern will einen Milliardenbetrag in den Schutz seiner Mitarbeiter investieren.
30.04.2020 Update: 30.04.2020 - 23:29 Uhr Kommentieren
Wegen der Coronakrise hat der Konzern mehr Personal einstellen müssen. Quelle: AP
Amazon

Wegen der Coronakrise hat der Konzern mehr Personal einstellen müssen.

(Foto: AP)

Seattle, San Francisco, Berlin Der boomende Handel im Internet und florierende Cloud-Dienste bescheren Amazon in der Coronakrise starke Geschäftszuwächse. Im ersten Quartal stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreswert um 26 Prozent auf 75,5 Milliarden Dollar (68,9 Milliarden Euro), wie der weltgrößte Online-Händler am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Allerdings hat Amazon wegen der Pandemie auch hohe Ausgaben – etwa aufgrund einer Einstellungsoffensive angesichts des großen Kundenansturms auf seine Lieferdienste.

Der Quartalsgewinn fiel um rund 30 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Die größten Belastungen stehen jedoch noch bevor. Für das laufende Vierteljahr warnte Amazon vor Sonderkosten von rund 4,0 Milliarden Dollar wegen der Corona-Pandemie. Der Konzern will etwa in seine Lieferlogistik und in Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter investieren.

Für das Betriebsergebnis gab Amazon eine Prognose in einer Spanne von minus bis plus 1,5 Milliarden Dollar ab und stellte einen Anstieg der Erlöse zwischen 18 und 28 Prozent in Aussicht. Amazon betonte, dass verlässliche Vorhersagen derzeit schwer seien.

Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit deutlichen Kursverlusten auf den Quartalsbericht. Dennoch zählt Amazon in der Krise bislang unbestritten zu den großen Gewinnern. In den letzten drei Monaten ist der Aktienkurs um über 30 Prozent gestiegen und hat neue Rekordhochs erreicht.

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    Davon profitiert als Großaktionär auch Chef und Gründer Jeff Bezos stark. Sein Vermögen ist dem Bloomberg Billionaires Index zufolge seit Jahresbeginn um rund 29 Milliarden auf 143 Milliarden Dollar gestiegen, so dass er seinen Status als reichster Mensch der Welt in der Krise noch deutlich ausbaute.

    Bezos hat den Konzern mit dem margenschwachen Online-Handel groß gemacht. Nach Investitionen in andere Bereiche wie Cloud-Dienste (AWS), Hardware wie die Echo-Lautsprecher oder Kindle-Lesegeräte und den Kauf der Bio-Supermarktkette Whole Foods ist Amazon breiter aufgestellt. Vor allem das Cloud-Geschäft, in dem AWS inzwischen als Marktführer vor Microsoft und Google agiert, ist ein Umsatzgarant. Die Nachfrage sei weiterhin stark, hieß es am Donnerstag. Die AWS-Erlöse stiegen 33 Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar.

    Mehr: „Er ist nicht intelligent oder wortgewandt“ – Wie Amazon gegen einen Streikführer vorgeht

    • rtr
    • dpa
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