Rewe, Kaufland, Edeka: Warum Supermarkt-Regale wieder Lücken aufweisen
Vor allem frische Waren fehlen.
Foto: privatDüsseldorf. Arbeitskämpfe treiben Dana Hoffmann in existenzielle Not. Hoffmann betreibt in Mestlin, 40 Autominuten östlich von Schwerin, einen zu Rewe gehörenden Nahkauf-Markt. Wegen eines seit Monaten andauernden Streiks in Lagerhäusern sind Lieferungen ausgeblieben. Ein Viertel ihrer Regale steht leer. Bis zum Wochenende fehlte Milch. Lücken gibt es bei Käse, Wurst, Obst oder Tiefkühlprodukten.
Die Unternehmerin macht deshalb ein Fünftel weniger Umsatz als vor einem Jahr, muss aber steigende Kosten verkraften. Folge: Hoffmann hat nicht mehr so lange geöffnet und beim Personal gekürzt. „Die Lage ist katastrophal“, sagt sie. Da ihr Markt klein ist, könne sie kaum Waren zwischenlagern, sondern sei auf regelmäßige Lieferungen angewiesen.
Dana Hoffmann könnte damit eine der größten Verliererinnen eines Tarifstreits zwischen Gewerkschaft und Handelskonzernen werden. Auch andere Supermärkte in der gesamten Republik haben zu kämpfen. Es gibt verstärkt Lücken in den Regalen. Betroffen sind vor allem die Vollsortimenter Edeka und Rewe, deren Discounttöchter Netto und Penny sowie Kaufland. Damit fehlen zum wiederholten Mal Produkte in Supermärkten, zum Ärger der Kunden und Schaden der Händler.